Streetlight Harmonies Dokumentation aus 2020 über Doo wop

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Streetlight Harmonies Dokumentation aus 2020 über Doo wop

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Gepostet: 25.10.2020 - 16:37 Uhr  ·  #1
https://www.imdb.com/video/vi4…f_=vp_rv_0
1 Minute und 46 Sekunden sowie 4 Minuten und 35 Sekunden lang.
viel Spaß beim Zuhören und Anschauen ...
https://www.streetlightharmonies.com/
Summaries

Streetlight Harmonies shines a long overdue spotlight on the artists and celebrates the music that defined the musical generation of Doo-Wop. Utilizing all-new interviews along with HD restored archival footage the film will explore the history and social impact of this timeless era.


Spoilers
The synopsis below may give away important plot points.
Synopsis

It's the unmistakable falsetto leads, lilting harmonies and deep backing vocals set to a bluesy street corner rhythm that created those unmistakable sounds "Up On The Roof" (The Drifters), Tears On My Pillow (Little Anthony & The Imperials), Smoke Gets In Your Eyes (The Platters), and "Why Do Fools Fall in Love" (The Teenagers) all an endless jukebox of melodies and memories. No other genre of music can conjure up the innocence of a nation, or the pangs of love quite like the timeless sounds of Doo-Wop. An entertaining journey through bands, songs and harmonies that evoke both days gone by as well as current hits, Streetlight Harmonies uncovers a definitive period of music and the artists that defined it. Millions know the music but few know the artists and their history that laid the foundation for rock and roll, rhythm and blues, and built a bridge to the civil rights movement.

Iconic musicians featured in the documentary include Jimmy Merchant (The Teenagers), Anthony Gourdine (Little Anthony and the Imperials), Al Jardine (Beach Boys), Brian Wilson (Beach Boys and Brian Wilson Band), Charlie Thomas (Drifters), Sammy Strain (Imperials, O'Jays), Terry Johnson (The Flamingos), Diz Russell (Orioles),Fred Parris (5 Satins), Billy Brown (Ray Goodman and Brown, Moments), Ron Coleman (The Broadways), Lois Powell (The Chantels), Fanita James (The Blossoms), La La Brooks (The Crystals), Janis Ian (Manhattan Transfer), Vito Picone (The Elegants), Eddie Rich (Swallows), Leon Hughes (Coasters), Jeff Barry, Brooks Arthur, Wally Roker (Heartbeats), Freda Payne, Sherrie Payne (Supremes), Florence La Rue (Fifth Dimension), Claude McKnight (Take 6), Brian McKnight, Lance Bass (NSYNC), Barbara Jean English (The Clickettes), Ron Dante (The Archies), Jon Bauman, Lenny Welch, Lamont Dozier, and many more.
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Bestellung erledigt

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Gepostet: 25.10.2020 - 23:10 Uhr  ·  #2
Die DVD ist bestellt und soll zwischen dem 16. und 24. November geliefert werden.
Sie Kostet inkl. Porto 20,92 Dollars.
Werde mich dann wieder hier melden, wenn ich sie komplett gesehen habe.
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DVD ist angekommen

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Gepostet: 20.11.2020 - 07:10 Uhr  ·  #3
Ich habe gestern vom Paketboten die DVD aus den U.S.A. erhalten. Zu meinem Schreck stand auf dem Cover,
daß das Format NTSC ist. In meinem Video Recorder konnte ich sie nicht abspielen. Der alte Computer war
da hilfreicher und spielte den Film ab. Es gibt nur einen Titel mit 9 Kapiteln, die ich aber nicht einzeln aufrufen kann.
Es gibt eine Zeitleiste von 1935 bis 1965, auf der immer der jeweils eingespielte Song als Jahreszahl aufleuchtet.
Zu den Filmen werden immer Mitglieder der Bands im Interview gezeigt, zudem ist bei ihren eingeblendeten Namen
auch angegeben, welche Lieder sie komponiert haben und in welchen Bands sie sangen.
Als Eintrittsalter ins Showbiz waren 13 Jahre bis 16 Jahre die Regel !!! Fast alle Bandmitglieder wurden von ihren Managern oder Plattenfirmen Verträge vorgelegt, die die Eltern unterschrieben haben ohne zu wissen, dass sie damit alle Rechte abgegeben haben. Schockierend auch die Hinweise auf den Süden der U.S.A.wo schwarze Sänger nicht angesehen waren, deshalb kam die Plattenfirma auf die Flamingos zu, auf deren ersten LP ein Foto war, wir müssen auf der zweiten LP das Cover ohne Foto veröffentlichen, sonst wird sie im Süden nicht verkauft. Rassentrennung, Schlafen nicht im Sheraton Hotel im Zimmer sondern auf dem Fußboden in der Halle oder in Holzhütten im Hinterhof von wo aus sie hören konnten, was draußen ablief (nicht gerade das was ein 13 jähriges Mädchen sich vorstellte). Weiße mit Stöcken und Waffen bewaffnet liefen durch die Straßen und bedrohten die Musiker, die sich untereinander gut verstanden und viel Spaß hatten. Rein in den Bus, Auftritt, Fahrt ins Hotel, schlafen, rein in den Bus und Fahrt zum nächsten Veranstaltungsort - das war der typische Tagesablauf der Bands wenn sie auf Tournee waren.
Ein Seil im Publikum trennte die weißen von den schwarzen Fans -bis Ende 1959 eine Band während eines Liedes stoppte, die Ordner aufforderte das Seil zu entfernen, damit die Jugendlichen ungestört tanzen konnten.
Seitdem gab es diese "Trennlinie" nicht mehr. Es gab auch Doo Wop Bands mit schwarzen und weißen Mitgliedern,
die auch sehr erfolgreich in den Charts waren. In den 50igern wurden zum ersten Mal Lieder für Jugendliche komponiert und Texte geschrieben, zumal dann auch verstärkt von Jugendlichen selbst (Bsp. Frankie Lymon uvam).
Frankie Lymon & The Teenagers hatten 6 Titel in den Top Ten, dann ein Wechsel im Management, die Gruppe wurde von Frankie getrennt, danach haben weder er noch die Teenagers einer Hit landen können.
Viele Anekdoten machen diese Dokumentation sehr kurzeilig. Der Hörgenuß ist gut und setzt mich zurückin die Zeit wenn Jim Pewter in einer seiner Radiosendungen ein Doo-Wop Special präsentierte. Auf DJs wurde auch eingegangen,
Alan Freed als jemand beschrieben, der keine Ahnung von Musik hatte aber in Plattenläden Jugendliche beobachten konnte, welche Platten sie kauften und dann sich entschied, diese auch in seinen Sendungen zu spielen. Die Trennung von schwarzen und weißen RADIOSENDERN wurde dadurch löchrig. Später kombinierte er dann Musik und Film mit Auftritten von schwarzen und weißen Sängern und Gruppen. Leider kam das Interview mit Ben E. King nicht mehr zustande, weil er kurz vor dem Termin verstorben ist. Die Liste der Interview Partner ist weiter oben abgebildet.
Im Abspann gibt es dann noch einen detaillierten Überblick der gespielten Lieder.
Beim nächsten Abspielen werde ich handschriftlich die Bezeichnungen der 9 Kapitel notieren und dann später hier noch mitteilen. Vorab die Information, daß im Kapitel 7 "A Sound Evolves" eine kurze Episode über Surf Musik und die Beach Boys behandelt wird. Das Lied "Surfin´" mit seinem " bomp bomp dip di dip" wird als doo-wop typisch gewertet. Die Altmitglieder Brian Wlson (zu Phil Spector) und Alan Jardine kommen zu Wort.
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Fimabschnitte und Song Liste

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Gepostet: 20.11.2020 - 11:18 Uhr  ·  #4
Streetlight Harmonies (U.S.A. 2019)
Filmabschnitte
01. Rise Up
02. The Big Bang (Frankie Lymon & The Teenagers)
03. Music Of The Streets
04. Center Of The Universe (The Brill Building, Leiber and Stoller)
05. The Spaceman & The Moondog (Radio Stationen, Jocko, Alan Freed)
06. Ties That Bind (weiße Doo-Wop Gruppen, Dion & The Belmonts)
07. The Long Way Home (Reise in die Südstaaten, Original – Cover Versionen)
08. Breaking Down The Walls
09. Seeds
10. A Sound Evolves (Surf, Motown, Beatlemania)
11. An American Legacy
12. 28. Juli 2016, Downtown Music Studios, NY. – Straight No Chaser Recording Session (Stand By Me, siehe Song Liste)

Song Liste (alphabetisch)
01 A Thousand Miles Away – Heartbeats
02 Baby Baby - Frankie Lymon & The Teenagers
03 Baby Please Don´t Go – Albert „Diz“ Russel
04 Come Go With Me – Del Vikings
05 Goodnight, Sweetheart,Goodnight It´s Time To Go – Sha Na Na
06 How Much For That Doggie In The Window? – Patti Page
07 I Only Have Eyes For You – Flamingos
08 I Thought She Knew – NSYNC
09 I Wonder Why – Dion & The Belmonts
10 If I Didn´t Care – Ink Spots
11 In The Still Of The Night – Five Satins
12 It´s The Same Old Song – Four Tops
13 It´s Too Soon To Know – Orioles
14 Little Star – Elegants
15 Lover´s Prayer – Clickettes
16 Maybe – Chantels
17 Stay – Maurice Williams & The Zodiacs
18 My Troubles Are Not At End – Penguins
19 My True Story – Jive Five
20 Peace In The Valley – Sam Cook & The Soul Stirrers
21 Sh-Boom Life Could Be A Dream – Crew Cuts
22 Speedo – Cadillacs
23 Stand By Me – Charlie Thomas, La La Brooks, Vito Picorne, Straight No Chaser
24 Surfin´- Beach Boys
25 Tears On My Pillow – Imperials
26 That´s What You´re Doing to Me – Clyde Mc Phatter
27 The Angels Listened in – Crestes
28 Teenage Love – Frankie Lymon & The Teenagers
29 Then He Kissed Me – Crystels
30 Why Do Fools Fall In Love - Frankie Lymon & The Teenagers
31 Will The Circle be Broke – Staple singers
32 Yakety Yak - Coasters
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DVD und Cover

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Gepostet: 20.11.2020 - 11:32 Uhr  ·  #5
XXX
Anmerkungen zu dem vorherigen Beitrag.
Die Abschnitte überlappen sich mit den 9 Kapiteln, deshalb habe ich die im Film eingeblendeten Bezeichnungen gelistet.
Die Anmerkungen, die ich in Klammern gesetzt habe, stammen von mir als Gedächnisstütze, worum es in dem
Teil des Films geht.
Bei den Cover Versionen von "Why do Fools Fall In Love" wird auch eine Singles Hülle der Beach Boys eingeblendet,
die im gelben Rahmem das Foto der "Surfin´ Safari" Single zeigt (also das Foto mit Brian Wilson links, dann Mike, Dennis, Carl und David Marks rechts beim Tragen eines Surfboards). Dieses Cover (Fun, Fun, Fun als Rückseite der Platte stammt nicht aus den u.S.A., dort war das Foto der fünf Beach Boys auf Stühlen sitzend benutzt worden!)
befindet sich nicht in dem Buch "This Whole World" von Manfred Schmidt und Christian Haschke.
Vielleicht kann ein Mitglied aus dem Forum das Rätsel lösen??
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Re: Streetlight Harmonies Dokumentation aus 2020 über Doo wop

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Gepostet: 20.11.2020 - 22:47 Uhr  ·  #6
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Re: Streetlight Harmonies Dokumentation aus 2020 über Doo wop

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Gepostet: 21.11.2020 - 14:07 Uhr  ·  #7
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what "Streetlight" ??

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Gepostet: 21.11.2020 - 18:13 Uhr  ·  #8
Ach ja, alle Jahre wieder wirds hochgekocht und neu aufgewärmt. Fehlt nur noch der Sampler als CD, der "zufällig" zur gleichen Zeit auf den Markt kommt...

Und was soll das "Streetlight"? Meint der Autor "Streetcorner Harmonies"? Natürlich standen die Acappella Gruppen abends unter Laternen, man sollte sie ja nicht nur hören, sondern auch sehen können. Das wäre dann aber "Street Lights" und nicht einfach banales "Straßenlicht". Hier werden wieder oberflächlich Begriffe falsch benutzt, und genau so stelle ich mir dann auch das gesamte Machwerk vor.

Wer es genau wissen will, der besorgt sich die Doktorarbeit über diesen Musikstil von Dr. Gribin & Dr, Schiff von 1992.
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Gepostet: 22.11.2020 - 08:25 Uhr  ·  #9
Abends ab 9 Uhr waren alle Gruppen verschwunden. Sie sangen also nur so lange es taghell war.
Die Beleuchtung der Reklameschilder und Straßenbeleuchtung war wohl genug, so verstehe ich das.
Da es sich um eine Dokumentation handelt, werden die Kommentare einiger Überlebender
in den Zusammenhang mit ihren Kompositionen und Hits gebracht.
Für mich als "nicht Doo-Wop Spezialisten" war hier nichts Aufgewärmtes zu sehen und zu hören,
die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge beschrieben von den Beteiligten waren
für mich schon eine Offenbarung!!!

Danke für das Cover von "Why Do Fools Fall in Love" mit den Beach Boys.
Wenn man weiß wo man suchen soll, findet man es auch im Buch. Holland steht unter The Netherlands,
das Cover ist auf Seite 166 abgebildet. Habe es wohl übersehen beim Durchblättern.
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Einige Beobachtungen zu Doo-Wop Kapiteln in Büchern

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Gepostet: 28.12.2020 - 10:31 Uhr  ·  #10
Einige Gedanken zu Doo-Wop
Ich habe mir das Buch von Dr. Gribin und Dr. Schiff bestellt und schon vor Weihnachten bekommen, obwohl der Liefertermin ab 15.1.2021 genannt worden war.
Ein Amerikaner von Stamm „Raffke und Gierschlund“ bot es für 195 $ plus Porto an, mein Exemplar kostete inkl. Porto weniger als 20 Euro.
Von den 612 Seiten sind die meisten Seiten voller Listungen von Titeln, Interpreten und Plattenfirmen und Nummern, so dass ich mit 129 gelesenen Seiten den Inhalt mehr oder weniger komplett abgearbeitet hatte.
Die beiden Autoren haben als Teenager die Entwicklung der Musik miterlebt. Als Weiße, gut behütete Einzelkinder sind sie den bildungsnahen Weg gingen:
College, Highschool und danach Universität.
(Im Gegensatz dazu die schwarzen Teenager: Seite25: „In general, the teenagers in these ghettos were unemployed, uninterested in school, and poor.“).
Der eine, Dr. Gribin ist drei Jahre jünger als Dr. Schiff, und hat einen Doktortitel in Psychologie, der andere einen in Psychiatrie.
Götz Alsmann aus Münster/Westfalen in Deutschland hat Musikwissenschaften studiert und darin seinen Doktor Titel erworben!
In seinem Buch (zusammen mit Stefan Blankertz) „Rock ´N `Roll Subversiv“ (siehe hier im Forum in der Bücher Kiste), publiziert im Juni 1979, haben schon ein Schaubild veröffentlicht, in dem Doo-Wop seinen Ursprung im Gospel hatte.
Ähnlich beschreiben die Amerikaner es auf Seite 23 im Bild III. Während Götz den Rhythm & Blues nach dem Doo-Wop (Schaubild auf Seite 67) im Hauptstrang einordnet, erweitern Gribin und Schiff im Vorfeld die Rubriken „Pop Vocal Harmony Groups“ und Post War R & B in Form von „Citified or Urban“ das Ganze. Interessant für mich ist hier die zeitliche Dimension – Götz 1979 und
Gribin – Schiff erst 1992.
Auch in anderen Büchern wurde dem Doo-Wop Achtung geschenkt:
Michael Ochs – Rock Archives 402 Seiten, 1984, Seiten 64 – 79 “Street Corner Symphonies“,
Arnold Shaw – The Rockin´ 50s, 196 Seiten, 1974 Vorstellung einzelner Gruppen und in der
Rolling Stones Illustated History Of Rock & Roll, 1976 sschreibt ein Herr Barry Hansen auf den Seiten 82 bis 91 einen reich bebilderten Artikel über Doo-Wop.
Wenn die Autoren erstaunt darüber waren, dass es in einer amerikanischen Bücherei in einem 4-bändigem Werk mit mehreren tausend Seiten lediglich eine Viertel Seite über Doo-Wop zu finden war und dies der Anlass für sie darstellte, ein Buch über das Genre zu schreiben – wenn es dann auch noch von 1975 bis 1992 dauerte,bis es fertig gestellt werden konnte, ist dies sehr lobenswert.
Den Autoren ist es gelungen (laut Umschlag Rückseite) 25.000 Titel zu listen, einzuordnen (nach den eigenen Kriterien) und mit Schaubildern und Tabellen zu erläutern. Die durchgängigen schwarz-weiß Fotografien illustrieren das ganze Werk, manchmal drei, dann wieder nur ein oder zwei Bilder auf einer Seite (oder keines).
Wenn die Sänger sehr jung waren (12 bis 15 Jahre) gleich daraus eine eigene Rubrik zu machen (Schoolboy Doo – Wop) oder aufgrund des Beach Boys Songs „Surfin“ (Bomp Bomp Dip Di Dip ) eine Rubrik „Surf-Doo-Wop“ einzurichten, ist m.E. doch sehr fragwürdig und überzogen, was die Autoren auch gleich mit der Bemerkung eingestehen: Es wird wohl schwer werden weitere Lieder zu finden!
Bedauerlicherweise werden die Besetzungen der Gruppen nicht aufgeführt, es gibt keinen Namensindex, kein Bildverzeichnis, keine Aufstellung über die sehr aussagekräftigen Tabellen, keine einzige Label Abbildung (im Unterschied zu Götz Alsmann der immerhin drei davon im Kapitel Doo-Wop in seinem Buch hat) oder Fotos von Original Hitlisten.
Das Buch sollte sicherlich in jedem Bücherschrank eines Rock and Roll Schallplatten Sammlers, der des Englischen mächtig ist, stehen.
Vermutlich sind die beiden inzwischen auch schon in ihren späten siebziger oder frühen achtziger Lebensjahren angekommen.
Zurück zur DVD: Sie ist eine sehr gute Ergänzung mit den vielen Filmaufnahmen, den Gesichtern und Mimiken der Betroffenen, wenn sie über ihrer Erlebnisse – speziell in den Südstaaten der U.S.A.- erzählen. Es ist schon ein Unterschied ob ich lese, dass eine 15 jährige Sängerin beim Pinkel Halt aus dem Bus steigt und dann an einem Baum einen aufgehängten Mann sehen muss oder ob ähnlich grausame Bilder des Mobs, der die schwarzen Fahrgäste im Bus mit Waffen und Knüppeln bedroht, im Film laufen.
Zudem ist auf der DVD die Musik zu hören und alte Fimausschnitte sind zu sehen.
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Re: Streetlight Harmonies Dokumentation aus 2020 über Doo wop

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Gepostet: 28.12.2020 - 12:07 Uhr  ·  #11
Hier auch über Doo Wop und die Zeit der Begriffsbildung:
topic.php?t=2127

topic.php?t=2128

Das Gribin-/Schiff-Buch ist einerseits prima, andererseits hat es - wie
eigentlich alle guten Bücher - auch Schwächen, von denen einige
schon hier abgearbeitet wurden: manche Gruppen waren tatsächlich
mehrere Formationen; manche Interpreten waren kein Doo Wop.

Neben dem Buch:
Es gab keinen deutschen Doo Wop in den 50er und frühen 60er
Jahren. Über Coverversionen von US-Doo Wop- und Pop-Songs baute
Bear Family dennoch ein Album mit deutschen Schlagern:
'Wir geh'n in das Wunderland' (frei nach einem damals (1960)
unveröffentlichten Song von Ted Herold). Dennoch eine schöne
Zusammenstellung. Nach gleichen Kriterien gäbe es auch Doo Wop
in Frankreich, Italien, Spanien.....usw. 'Vocal Group Harmony'-Stil
wären dann in Deutschland die Montecarlos z.B. mit "Andrea"...man
kann alles ausarten lassen.

Zurück zum Buch:
Mit der Frage "Was war vorher? Was war nach dem Buch?" kann man
sagen, dass es enorm geholfen hat. Es gibt auch Begriffe wie
'Vocal Group Harmony', die ohne den Begriff Doo Wop
auskommen. Vorausgesetzt, man akzeptiert, dass es schwarze,
weisse und gemischtrassige Gruppen gegeben hat. Daneben Einzel-
interpreten mit manches Mal gar nicht erwähnten Gruppen im
Hintergrund.

Ein grosses Thema..

Zum Alsmann-Buch:
topic.php?t=675
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Re: Streetlight Harmonies Dokumentation aus 2020 über Doo wop

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Gepostet: 28.12.2020 - 23:26 Uhr  ·  #12
Lieber Rüdiger,
Dein Statement über das von mir abgelichtete Buch 'Doo-Wop' trifft es sachlich und genau! Ich war überrascht, als ich las, dass Du es Dir besorgt hast. Ich war mir eigentlich sicher, daß das Buch enttäuscht, denn der Doo-Wop Enthusiast wird hier nicht unbedingt bedient, nicht wahr?
Wie man das auch empfindet - jede Publikation über "unsere" Musik ist eine Bereicherung.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch ein paar Werke erwähnen:
"Vocal Group Record Guide"
von Jeff Kreiter
Als Plattensammler habe ich mehrere Ausgaben davon, die letzte von 2004. Jede Neuauflage enthielt natürlich noch mehr Schallplatten und ihren nach Markterhebung und Sammmlern taxierten Wert in mint- / US $.
Jeff's Buch ist alphabetisch nach Labeln, dann nach Nummern sortiert. Zum Beispiel lassen sich bei größeren Labels wie bei Laurie Records die Publikationen anhand ihres Veröffentlichungsdatums sehr schön zueinander in Kontext setzen.
Die Liste der Leute, die ihr Wissen in dieses Buch mit eingebracht haben, liest sich wie die Creme de la Creme der US Sammler und Händller, aber auch ein paar Leute aus der alten Welt werden genannt.
Jeff, der deutscher Abstammung ist (ich sollte für ihn Ahnenforschung betreiben, aber nee, das ist teuer und zeitaufwändig...), würzt seine
"Reference to Vocal Group Harmony Records 1949 - 2003" mit einigen Listen am Anfang des Buches. Sammler waren aufgerufen, ihre besten weissen / schwarzen Singles zu listen, also ihre TOP 25 oder TOP 50. Das ist seeeehr interessant zu lesen.
Preise verändern sich laufend. Um aktuell zu bleiben, gibt es mittlerweile online "popsike.com". Der "Kreiter" wartet aber mit zusätzlichen Schmankerln auf: Sektion 2 ist der "Index of Groups" (auch Einzelinterpreten, wenn sie wie z.B. Tommy Sands von den 5 Keys begleitet wurden auf "Hawaiian Rock") und dahinter sind alle Plattenlabel gelistet, auf welchen der oder die Interpreten jemals erschienen!
Sektion 3 listet Erst- und Zweitpressungen auf - auch wichtige Informationen für alle Sammler.
Dazu gibt es Hinweise auf vorhandene Bootlegs, dann steht hinter der gelisteten Single ein 'b'.
Mittlerweile hat Mr. Kreiter auch ein Buch über Teen- Songs herausgegeben. Dieses ist neuer und noch umfangreicher als der Vocal Group Guide.
Noch eine Publikation fällt mir ein:
"Who Sang Our Songs"?
Hier sind alle Groupsongs alphabetisch gelistet, und dahinter findet man zumeist alle Interpreten, die sich an dem Song versucht haben.
Dieses Buch fehlt mir noch. Bald setzt bestimmt der Alzheimer ein, und dann wird dieses Buch wichtig!
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