Hallo zusammen,
hier der lang erwartete Beginn der Decca Geschichte:
Ca. Ende 1954/Anfang 1955 entstand das schwarz/goldene LONDON - Label mit den Nummern - Serien DL 20 000 für U. S. A. - Aufnahmen und DL 25 000 für britische Aufnahmen. Die DL 25 000 - SERIE wurde jedoch bereits mit 25 008 beendet und die britischen Aufnahmen wurden in die DECCA – Nummerierung (D 17 000 und folgende) integriert.
Ca. 1958 wurde diese Nummerierung mit dem Label-Namen DECCA für britische und andere ausländische Produktionen wieder aufgenommen.
Zitat: Gerd Miller
Decca HiStory
Aus: „Roll over Beethoven“ von Rüdiger Bloemeke, Hannibal Verlag
Decca, die Hausmarke der Teldec für englische Importe und eigene Schlagerproduktionen (auf dem Telefunken-Label erschienen ausschließlich deutsche Stücke) ist ein Label der verpassten Chancen: Hatte Decca mit Smiley Lewis und Bill Haley 1954 noch eine Avantgarde-Rolle gespielt, blieb Rock ‚n’ Roll auf der englischen Traditionsmarke fortan die Ausnahme. Für amerikanische Musik wurde das London Label eingerichtet. Die englischen Produktionen, die Decca blieben, entsprachen zur jener Zeit mehr der seichten Muse. So verzauberte Mantovani mit seinem Orchester Nachkriegs-Deutschland. Sein „Charmaine“ / „Diane“ (D 17 327) war nicht nur eine der ersten, sondern auch eine der erfolgreichsten Singles. Es folgte ein Reigen schluchzender Geigen, mit dem Mantovani zum meistgespielten ausländischen Orchester avancierte: „Moulin Rouge Thema“ / „Der Reigen“ (D 17 561), „Symphony“ / „Some Enchanted Evening“ (D 17 586), „Jalousie“ / „Blauer Himmel“ (D 17 598), „Adios Muchachos“ / „La Cumparsita“ (D 17 671), „A Media Luz“ / „Besame Mucho“ (D 17 672), „Luxemburg Polka“ / Music Boy Tango“ (D 17 707). Dave Mackersie, wie Mantovani ein England-Import, verschwand dagegen mit seiner Hammondorgel („Pack Fast“ / „A-O-Rag“, (D 17 585) bald wieder in der Versenkung.
Auch der Versuch einen „englischen Elvis“ aufzubauen, schlug fehl. Er scheiterte schon an der Figur Tommy Steeles, der eher wie ein verlegen grinsender Seemann wirkte – was er auch wirklich war. In England schaffte er es tatsächlich mit „Singing The Blues“ an die Spitze der Hitparade (1956), aber sein „Rock ‚n’ Roll aus England“, eine Tommy-Steele-EP mit den Steelmen, deren Titel eher an Bill Haley erinnerten als an Elvis („Elevator Rock“ / „Doomsday Rock“ /“Rock With The Caveman“ / „Rock Around the Town“, DX 1918), blieb in Deutschland ohne Nachhall.
Geschichte machte schließlich die verpasste Gelegenheit der Decca, die Beatles unter Vertrag zu nehmen. Sie unterschrieben statt dessen bei EMI. Zwei Jahre später konnte dann mit den Rolling Stones wieder Boden gutgemacht werden. Bis 1970, als die Zusammenarbeit aufgekündigt wurde, waren sie ein Garant für Rock ‚n’ Roll „made in England“. 1980 endete die eigenständige Rolle der englischen Decca – wie ihr Sublabel London ging sie weltweit in den Besitz der PolyGram über.
hier der lang erwartete Beginn der Decca Geschichte:
Ca. Ende 1954/Anfang 1955 entstand das schwarz/goldene LONDON - Label mit den Nummern - Serien DL 20 000 für U. S. A. - Aufnahmen und DL 25 000 für britische Aufnahmen. Die DL 25 000 - SERIE wurde jedoch bereits mit 25 008 beendet und die britischen Aufnahmen wurden in die DECCA – Nummerierung (D 17 000 und folgende) integriert.
Ca. 1958 wurde diese Nummerierung mit dem Label-Namen DECCA für britische und andere ausländische Produktionen wieder aufgenommen.
Zitat: Gerd Miller
Decca HiStory
Aus: „Roll over Beethoven“ von Rüdiger Bloemeke, Hannibal Verlag
Decca, die Hausmarke der Teldec für englische Importe und eigene Schlagerproduktionen (auf dem Telefunken-Label erschienen ausschließlich deutsche Stücke) ist ein Label der verpassten Chancen: Hatte Decca mit Smiley Lewis und Bill Haley 1954 noch eine Avantgarde-Rolle gespielt, blieb Rock ‚n’ Roll auf der englischen Traditionsmarke fortan die Ausnahme. Für amerikanische Musik wurde das London Label eingerichtet. Die englischen Produktionen, die Decca blieben, entsprachen zur jener Zeit mehr der seichten Muse. So verzauberte Mantovani mit seinem Orchester Nachkriegs-Deutschland. Sein „Charmaine“ / „Diane“ (D 17 327) war nicht nur eine der ersten, sondern auch eine der erfolgreichsten Singles. Es folgte ein Reigen schluchzender Geigen, mit dem Mantovani zum meistgespielten ausländischen Orchester avancierte: „Moulin Rouge Thema“ / „Der Reigen“ (D 17 561), „Symphony“ / „Some Enchanted Evening“ (D 17 586), „Jalousie“ / „Blauer Himmel“ (D 17 598), „Adios Muchachos“ / „La Cumparsita“ (D 17 671), „A Media Luz“ / „Besame Mucho“ (D 17 672), „Luxemburg Polka“ / Music Boy Tango“ (D 17 707). Dave Mackersie, wie Mantovani ein England-Import, verschwand dagegen mit seiner Hammondorgel („Pack Fast“ / „A-O-Rag“, (D 17 585) bald wieder in der Versenkung.
Auch der Versuch einen „englischen Elvis“ aufzubauen, schlug fehl. Er scheiterte schon an der Figur Tommy Steeles, der eher wie ein verlegen grinsender Seemann wirkte – was er auch wirklich war. In England schaffte er es tatsächlich mit „Singing The Blues“ an die Spitze der Hitparade (1956), aber sein „Rock ‚n’ Roll aus England“, eine Tommy-Steele-EP mit den Steelmen, deren Titel eher an Bill Haley erinnerten als an Elvis („Elevator Rock“ / „Doomsday Rock“ /“Rock With The Caveman“ / „Rock Around the Town“, DX 1918), blieb in Deutschland ohne Nachhall.
Geschichte machte schließlich die verpasste Gelegenheit der Decca, die Beatles unter Vertrag zu nehmen. Sie unterschrieben statt dessen bei EMI. Zwei Jahre später konnte dann mit den Rolling Stones wieder Boden gutgemacht werden. Bis 1970, als die Zusammenarbeit aufgekündigt wurde, waren sie ein Garant für Rock ‚n’ Roll „made in England“. 1980 endete die eigenständige Rolle der englischen Decca – wie ihr Sublabel London ging sie weltweit in den Besitz der PolyGram über.