Samuel Benskin (27. September 1922 – 26. August 1992) war ein amerikanischer Pianist und Bandleader, der als einer der herausragendsten Begleiter für Sänger galt; zeitweise konzentrierte er sich in seiner Karriere sogar ausschließlich auf das Coaching von Sängern, anstatt sie auf der Bühne musikalisch zu begleiten.
Er wurde in der Bronx (New York City) geboren und gab sein professionelles Debüt um 1940 als Klavierbegleiter des Sängers und Gitarristen Bardu Ali. Er trat im „Café Society“ und im „Nick’s“ in New York mit Bob Burnets Sextett auf (1941), arbeitete anschließend mit Stuff Smith (1942) und Gene Sedric (1943) zusammen, nahm Platten mit Freddie Green und Billie Holiday auf (beide 1945) und musizierte sowie nahm auf mit Don Redman (1943) und Benny Morton (1945).
Im Jahr 1945 trat er sowohl als Solist als auch als Leiter eines Trios auf, mit dem er vier Titel einspielte, darunter „Cherry“ und „The World Is Waiting for the Sunrise“. Im darauffolgenden Jahr machte er einige Aufnahmen mit John Hardees Swingtet; sein Spiel kommt besonders gut bei dem Stück „Idaho“ zur Geltung.
Anfang der 1950er Jahre leitete er ein eigenes Klaviertrio und trat zudem als Solist sowie als Begleiter von Sängern wie Roy Hamilton und Titus Turner auf. 1954 spielte er außerdem in der Gruppe „The Three Flames“, der auch Tiger Haynes angehörte. Im darauffolgenden Jahr begann er ein Engagement bei der Revue „Time of Your Life“ im New Yorker City Center – ein Job, den er immer wieder unterbrach, um mit so unterschiedlichen Sängern wie Carroll und dem großartigen Al Hibbler zu arbeiten. Er begleitete die „Time of Your Life“-Produktion ins Ausland zu Auftritten auf der Weltausstellung in Brüssel und tourte für kurze Zeit als Begleiter mit Dinah Washington. Auch später in den 1950er Jahren arbeitete er als Begleiter für Dinah Washington. Im Jahr 1959 nahm er mit einer unter dem Namen „The Spacemen“ auftretenden Band das Instrumentalstück „The Clouds“ auf; es wurde von Julius Dixson geschrieben und produziert sowie auf dessen Label Alton veröffentlicht.
Zu den weiteren Studiomusikern, die an der Aufnahme mitwirkten, gehörten Panama Francis, Haywood Henry und Babe Clark. Ursprünglich enthielt das Lied Gesangspassagen, die Dixson jedoch entfernte, um die Instrumentalversion zu veröffentlichen. Diese erreichte Platz 1 der Billboard-R&B-Charts sowie Platz 41 der Pop-Charts. „The Clouds“ war der erste Nummer-eins-Hit in einer beliebigen Hitparade, der von einem unabhängigen, afroamerikanisch geführten Plattenlabel veröffentlicht wurde – ein Jahr vor dem ersten Nummer-eins-Erfolg von Motown.
Ab den 1960er Jahren arbeitete Benskin vorwiegend als Gesangscoach, Arrangeur und Produzent. Mitte der 1980er Jahre trat er in New York mit der Harlem Jazz and Blues Band auf. 1986 nahm er in Paris für das Label Black & Blue Records das Album *These Foolish Songs* auf, das 2002 auf CD neu veröffentlicht wurde. Er starb im Alter von 69 Jahren in Teaneck, New Jersey.