JOE WEAVER

with The Don Juans
 
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JOE WEAVER

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Gepostet: 07.07.2026 - 16:42 Uhr  ·  #1
Hallo,
in einer Rezension vom 28. Januar 1956 fand ich Chuck Berrys “No Money Down“, “Why Do Fools Fall In Love“ von den Teenagers, “Darling Listen To The Words Of This Song“ von Ruth McFadden, “Bring Me Love“ von Brook Benton, “The Other Night“ von Big Maybelle, “Baby I Love You So“ von Joe Weaver with The Don Juans, “Romance In The Dark“ von Lil Green, “Rock And Roll Call“ von den 4 Tunes, “Tell Me Pretty Baby“ von den Empires, “Heartbreaking Moon“ von den Victorians, “Angel“ von den Orioles und “You’re The Dream“ von den Marvellos.

Joe Weaver
Der Pianist Joe Weaver bildete ein wichtiges Bindeglied zwischen dem rauen R&B des Nachkriegs-Detroit und dem legendären Motown-Sound der 1960 er Jahre. Seine Band, die Blue Notes, wirkte an vielen der wegweisenden Tamla-Sessions mit und schuf damit gewissermaßen die klangliche Vorlage, die später von den Funk Brothers zur Perfektion gebracht wurde.

Joe Weaver wurde am 27. August 1934 in Detroit/Michigan geboren. Seine bekannteste Aufnahme war “Baby I Love You So“ (1955); zudem war er Gründungsmitglied sowohl des Blue Note Orchestra als auch der Motor City Rhythm & Blues Pioneers. Im Laufe seiner langen, wenn auch durch Unterbrechungen geprägten Karriere arbeitete Joe mit zahlreichen Musikern zusammen, darunter The Four Tops, Marvin Gaye, John Lee Hooker, Nathaniel Mayer, The Miracles, Martha Reeves, Nolan Strong & The Diablos, Andre Williams, Nancy Wilson und Stevie Wonder.

Darüber hinaus war er in der Anfangszeit von Motown Records als Studiomusiker tätig und spielte in der Hausband von Fortune Records. Er war eine Schlüsselfigur der R&B-Szene von Detroit in den 1950 er Jahren. Weaver lernte ab dem Alter von neun Jahren Klavier spielen. Während seiner Zeit an der Northwestern High School schloss er sich mit seinem Mitschüler Johnnie Bassett zusammen und gründete die Band Joe Weaver and the Blue Notes. In den frühen 1950 er Jahren spielten sie Jump Blues sowie Jazz-Nummern und gewannen zahlreiche Talentwettbewerbe, darunter mehrere im Warfield Theater in der Hastings Street. Dies führte dazu, dass sie dort als Hausband engagiert wurden und Künstler wie Little Willie John und John Lee Hooker musikalisch begleiteten.

1953 nahm Joe Von Battle, der Inhaber von JVB Records, ihr Instrumentalstück “1540 Special“ auf, das schließlich bei De Luxe Records veröffentlicht wurde.

Später wurden Weaver und seine Band als Studiomusiker für Fortune Records tätig. In dieser Zeit begleiteten sie unter anderem Nolan Strong & The Diablos sowie Andre Williams. Ihr Debütalbum “A Fortune of Blues“ (1954) erschien unter dem Namen Joe Weaver & His Blue Note Orchestra, und im darauffolgenden Jahr wurde “Baby I Love You So“ veröffentlicht.

Keines der beiden Werke war ein kommerzieller Erfolg, doch sie machten Berry Gordy Jr. auf Weaver aufmerksam. Sie wirkten an frühen Tamla-Aufnahmen mit, allen voran an dem millionenfach verkauften Song “Shop Around“ von The Miracles. Ihre dortige Zusammenarbeit war jedoch nur von kurzer Dauer, wenngleich die Blue Note-Orchestra-Mitglieder James Jamerson, Eddie Willis und Benny Benjamin später allesamt als Teil der Funk Brothers – der festen Begleitband von Motown – tätig waren.

Weaver selbst erlangte jedoch nicht die Anerkennung, die einigen seiner musikalischen Schützlinge zuteilwurde; Mitte der 1960 er Jahre zog er sich aus dem Musikgeschäft zurück, um sich um seine kleinen Töchter zu kümmern. Fast dreißig Jahre lang arbeitete er am Fließband der Ford Motor Company in Detroit.

1999 ging er bei Ford in den Ruhestand und tat sich erneut mit Bassett zusammen, um das Blue Note Orchestra wieder ins Leben zu rufen. Die Formation nahm das Album “Baby I Love You So“ (2000) auf, das bei dem niederländischen Label Black Magic erschien. Dieses ist nicht mit seinen gleichnamigen Single- und Albumveröffentlichungen aus dem Jahr 1955 zu verwechseln.

Im Jahr 2002 nahm Weaver gemeinsam mit den Detroiter Veteranen Stanley Mitchell und Kenny Martin unter dem Namen Motor City Rhythm & Blues Pioneers Musik auf. Das daraus entstandene, gleichnamige Album wurde von Blue Suit Records veröffentlicht. Beim “Great Lakes Folk Festival 2003“ trat Weaver im Rahmen der “Detroit Blues Revue“ gemeinsam mit Johnnie Bassett und Alberta Adams auf.

The Don Juans
Ein amerikanisches Rhythm-&-Blues-Quintett, das in den späten 1950 er Jahren in der Clubszene von Detroit aktiv war. Die Band trat in „Zorro“-Kostümen samt Masken an einem Veranstaltungsort auf und erschien an einem anderen unmaskiert als The Five Dollars. Die meisten ihrer Aufnahmen entstanden für das Label Fortune Records im Hinterzimmer des Plattenladens von Jack und Devora Brown. Zur Besetzung gehörten Charles Evans (Bass), James Drayton (Lead-Bariton & Tenor), Lonnie Heard (Tenor & Falsett), Eddie Hurt (Lead-Tenor) und Richard Lawrence (Bariton & Tenor).
Nachdem Richard Lawrence zum Militärdienst eingezogen worden war, machte die Gruppe als Quartett weiter. Die Bandmitglieder hatten zuvor in Detroiter Bands wie The Shamrocks und The Del Torros gespielt und waren dabei mit Gruppen wie The Spaniels und The Tops – aus denen später The Four Tops hervorgingen – in Kontakt gekommen. Die Formation begleitete zudem Auftritte von Andre Williams.

Gruß
Heino
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Gepostet: 07.07.2026 - 17:55 Uhr  ·  #2
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Gepostet: 07.07.2026 - 18:01 Uhr  ·  #4
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Gepostet: 07.07.2026 - 18:04 Uhr  ·  #5
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Re: JOE WEAVER

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Gepostet: 07.07.2026 - 18:07 Uhr  ·  #6
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Gepostet: 07.07.2026 - 19:05 Uhr  ·  #7
Mit Dank an Dieter

Gruß
Heino
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