Hallo,
neben Floyd Jones und Snooky Pryor darf auch Moody Jones nicht unerwähnt bleiben.
Moody Jones (* 08. April 1908 in Earle/Arkansas, + 23. März 1988) war ein US-amerikanischer Bluesgitarrist, Bassist und Sänger, der Ende der 1940 er Jahre maßgeblich zur Entwicklung des Chicago-Blues der Nachkriegszeit beitrug.
Frühes Leben
Er wuchs in der Kirche auf und entwickelte schon früh ein Interesse an Musik. Gitarre spielen lernte er, nachdem sein Bruder ihm eine alte, kaputte Gitarre für drei Dollar gekauft hatte. Als er es gut beherrschte, begann er, auf Tanzveranstaltungen im ländlichen Raum zu spielen.
Auftritte in Chicago
1939 kam er nach Chicago, wo er als einer von mehreren Musikern, die in der Maxwell Street und in anderen Lokalen ohne Gewerkschaftszugehörigkeit auftraten, eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Chicago-Blues der Nachkriegszeit spielte. Er trat oft mit seinem Cousin, dem Sänger und Gitarristen Floyd Jones, auf.
Ende der 1940 er Jahre beherrschte er jede gewünschte Musikrichtung und hatte neben der Gitarre auch Klavier, Banjo und Bass gelernt (darunter einen selbstgebauten Bass aus einer Waschwanne, einem Besenstiel und einer Wäscheleine). Seine Zeitgenossen hielten ihn für den besten Gitarristen der Chicagoer Szene.
er bekannte Slide-Gitarrist Muddy Waters warnte Jones davor, „mit dem Slide herumzuspielen“, als dieser eines Abends mit Waters' Band jammte.
Aufnahmen
Jones ist vor allem für die Singles bekannt, die er 1948 mit seinem Cousin Floyd Jones und dem Mundharmonikaspieler Snooky Pryor aufnahm. Diese zählen zu den ersten Aufnahmen des neuen Stils. Der Titel “Snooky and Moody's Boogie“ soll Little Walter zu seinem Hit “Juke“ von 1952 inspiriert haben.
Jones machte Anfang der 1950 er Jahre weitere Aufnahmen für JOB Records und begleitete Musiker wie Snooky Pryor und Johnny Shines.
Er sang 1952 drei Lieder bei einer Session, die jedoch damals nicht veröffentlicht wurden, weil der Labelinhaber Joe Brown laut Jones seine Stimme für „zu rau“ hielt. Eines der Lieder, “Rough Treatment“, wurde von dem Sänger und Gitarristen Little Hudson (Hudson Showers) aufgenommen und im folgenden Jahr beim selben Label veröffentlicht.
Späteres Leben
Nach 1953 gab Jones das Bluesspielen auf und schloss sich einer Gospelgruppe an. 1955 wurde er Pastor einer Freikirche. Jones starb am 23. März 1988 in Chicago. 2016 errichtete das Killer Blues Headstone Project einen Grabstein für Moody Jones auf dem Restvale Cemetery in Alsip/Illinois.
Gruß
Heino
neben Floyd Jones und Snooky Pryor darf auch Moody Jones nicht unerwähnt bleiben.
Moody Jones (* 08. April 1908 in Earle/Arkansas, + 23. März 1988) war ein US-amerikanischer Bluesgitarrist, Bassist und Sänger, der Ende der 1940 er Jahre maßgeblich zur Entwicklung des Chicago-Blues der Nachkriegszeit beitrug.
Frühes Leben
Er wuchs in der Kirche auf und entwickelte schon früh ein Interesse an Musik. Gitarre spielen lernte er, nachdem sein Bruder ihm eine alte, kaputte Gitarre für drei Dollar gekauft hatte. Als er es gut beherrschte, begann er, auf Tanzveranstaltungen im ländlichen Raum zu spielen.
Auftritte in Chicago
1939 kam er nach Chicago, wo er als einer von mehreren Musikern, die in der Maxwell Street und in anderen Lokalen ohne Gewerkschaftszugehörigkeit auftraten, eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Chicago-Blues der Nachkriegszeit spielte. Er trat oft mit seinem Cousin, dem Sänger und Gitarristen Floyd Jones, auf.
Ende der 1940 er Jahre beherrschte er jede gewünschte Musikrichtung und hatte neben der Gitarre auch Klavier, Banjo und Bass gelernt (darunter einen selbstgebauten Bass aus einer Waschwanne, einem Besenstiel und einer Wäscheleine). Seine Zeitgenossen hielten ihn für den besten Gitarristen der Chicagoer Szene.
er bekannte Slide-Gitarrist Muddy Waters warnte Jones davor, „mit dem Slide herumzuspielen“, als dieser eines Abends mit Waters' Band jammte.
Aufnahmen
Jones ist vor allem für die Singles bekannt, die er 1948 mit seinem Cousin Floyd Jones und dem Mundharmonikaspieler Snooky Pryor aufnahm. Diese zählen zu den ersten Aufnahmen des neuen Stils. Der Titel “Snooky and Moody's Boogie“ soll Little Walter zu seinem Hit “Juke“ von 1952 inspiriert haben.
Jones machte Anfang der 1950 er Jahre weitere Aufnahmen für JOB Records und begleitete Musiker wie Snooky Pryor und Johnny Shines.
Er sang 1952 drei Lieder bei einer Session, die jedoch damals nicht veröffentlicht wurden, weil der Labelinhaber Joe Brown laut Jones seine Stimme für „zu rau“ hielt. Eines der Lieder, “Rough Treatment“, wurde von dem Sänger und Gitarristen Little Hudson (Hudson Showers) aufgenommen und im folgenden Jahr beim selben Label veröffentlicht.
Späteres Leben
Nach 1953 gab Jones das Bluesspielen auf und schloss sich einer Gospelgruppe an. 1955 wurde er Pastor einer Freikirche. Jones starb am 23. März 1988 in Chicago. 2016 errichtete das Killer Blues Headstone Project einen Grabstein für Moody Jones auf dem Restvale Cemetery in Alsip/Illinois.
Gruß
Heino
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