Hallo,
noch eine in diese Richtung ............
Betty Walker (* 07. August 1928, + 26. Juli 1982) war eine jüdisch-amerikanische Schauspielerin und Komikerin, die hauptsächlich in den 1950 er und 1960 er Jahren auftrat.
Leben und Karriere
Walker wurde als Edith Seeman in Elizabeth/New Jersey als Tochter lettischer jüdischer Einwanderer geboren. Sie spielte in der Originalbesetzung von Paddy Chayefskys Stück “Middle of the Night“, das 1956 erstmals Premiere feierte, und übernahm drei Jahre später erneut ihre Rolle als Witwe in der Verfilmung. Neben ihrer Rolle in Chayefskys Stück “The Passion of Josef D“ spielte sie auch in mehreren weiteren Fernsehdramen, wie “Decoy“, “Playhouse 90“ und “The Doctors“, in denen sie im Dezember 1967 eine Patientin namens Polly Merriweather verkörperte.
Als populäre Komikerin der 1950 er und 1960 er Jahre war Walker vor allem für ihre "Telefonnummer" bekannt, bei der sie ihrem unsichtbaren Freund "Ceil" am anderen Ende der Leitung einen Monolog hielt. Der Humor dieser Handlung greift auf die jüdischen Stereotype der "übermächtigen Mutter" zurück, die ursprünglich nach dem Zweiten Weltkrieg in jüdischen Witzbüchern an Popularität gewonnen hatten. Während das Klischee der "jüdischen Mutter" in neueren Formaten wie im Fernsehen, in Printmedien und auf Comedy-Alben an Popularität gewann, wurde sie in diesen Medien oft durch die "Vision ihres Sohnes" von ihr personifiziert. Es ist also auch bemerkenswert, dass Walker diese Eigenschaften aktiv annahm, was ihr transgressive mimetische Macht über sie verlieh. Walker hatte Gastauftritte in “The Tonight Show Starring Johnny Carson“, “The Merv Griffin Show“, “The Mike Douglas Show“ und “The Steve Allen Show“, wo sie häufig ihren Monolog zu "Ceil" vortrug.
Walker released or performed on several comedy albums, including:
Love and Laughter – 1960
Hello, Ceil It's Me!!! – 1964
You Don't Have to Be Jewish – 1965 (performer)
When You're in Love the Whole World Is Jewish – 1966 (performer)
The Yiddish Are Coming, The Yiddish Are Coming – 1967 (performer)
Hum-Hum-Hum – 1969
Aunt Lena and Her Entire Family Circle – 1979
Walker starb am 26. Juli 1982, zwölf Tage vor ihrem 54. Geburtstag, an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
KRITISCHE REZEPTION
In einer Rezension ihres Debütalbums “Love and Laughter“ aus dem Jahr 1960 bezeichnete das Billboard-Magazin sie als „eine der besten Charakterdarstellerinnen im Theater und Film“ und als „einfühlsame Komikerin“ und schloss mit dem Fazit: „Viel Humor findet sich hier.“ Die positive Resonanz auf das Album in der traditionell jüdischen Stadt Newark deutet auf seine Beliebtheit in den jüdischen Gemeinden hin: In einem weiteren Billboard-Artikel darüber, wie Radiosender traditionelle Nachrichtensendungen mit Comedy-Einspielern auflockern, bemerkte der Kommentator des Newarker Senders WNTA, dass die Plattenverkäufe ihres Albums in der Region stark von der Radiopräsenz profitierten.
Das Album “You Don't Have to Be Jewish“ von Bob Booker und George Foster, auf dem Walker eine Hauptrolle spielte, war ein kommerzieller und kritischer Erfolg. In einer Zeitungsausgabe von 1965 scherzte der Journalist Walter Winchell, dass das Album als „Bestseller in den Vororten“ den Füllfederhalter bei Bar-Mizwas abgelöst habe. Wie auch in ihren anderen Alben basiert Walkers Humor auf der Darstellung jüdischer Frauen, die laut, freimütig sind und mit einem gedehnten Long Island-Akzent sprechen. Aufgrund des Erfolgs veröffentlichten Booker und Foster zwei weitere Fortsetzungen: “When You're in Love the Whole World Is Jewish“ und “The Yiddish Are Coming, The Yiddish Are Coming“. Walker wirkte auf beiden Alben maßgeblich mit.
Posthum wurde Walker zusammen mit Jean Carroll, Totie Fields und Belle Barth in Corey Kahaneys innovativer Stand-up-Show “The J.A.P. Show: Jewish American Princesses of Comedy“ zu einer der “Königinnen der Comedy“ gekürt. Zusammen mit Cathy Ladman, Jessica Kirson und Jackie Hoffman ehrt Kahaney diese vier „Königinnen“ der Show, indem sie Ausschnitte aus ihren Darbietungen in ihre eigenen einstreut.
Gruß
Heino
noch eine in diese Richtung ............
Betty Walker (* 07. August 1928, + 26. Juli 1982) war eine jüdisch-amerikanische Schauspielerin und Komikerin, die hauptsächlich in den 1950 er und 1960 er Jahren auftrat.
Leben und Karriere
Walker wurde als Edith Seeman in Elizabeth/New Jersey als Tochter lettischer jüdischer Einwanderer geboren. Sie spielte in der Originalbesetzung von Paddy Chayefskys Stück “Middle of the Night“, das 1956 erstmals Premiere feierte, und übernahm drei Jahre später erneut ihre Rolle als Witwe in der Verfilmung. Neben ihrer Rolle in Chayefskys Stück “The Passion of Josef D“ spielte sie auch in mehreren weiteren Fernsehdramen, wie “Decoy“, “Playhouse 90“ und “The Doctors“, in denen sie im Dezember 1967 eine Patientin namens Polly Merriweather verkörperte.
Als populäre Komikerin der 1950 er und 1960 er Jahre war Walker vor allem für ihre "Telefonnummer" bekannt, bei der sie ihrem unsichtbaren Freund "Ceil" am anderen Ende der Leitung einen Monolog hielt. Der Humor dieser Handlung greift auf die jüdischen Stereotype der "übermächtigen Mutter" zurück, die ursprünglich nach dem Zweiten Weltkrieg in jüdischen Witzbüchern an Popularität gewonnen hatten. Während das Klischee der "jüdischen Mutter" in neueren Formaten wie im Fernsehen, in Printmedien und auf Comedy-Alben an Popularität gewann, wurde sie in diesen Medien oft durch die "Vision ihres Sohnes" von ihr personifiziert. Es ist also auch bemerkenswert, dass Walker diese Eigenschaften aktiv annahm, was ihr transgressive mimetische Macht über sie verlieh. Walker hatte Gastauftritte in “The Tonight Show Starring Johnny Carson“, “The Merv Griffin Show“, “The Mike Douglas Show“ und “The Steve Allen Show“, wo sie häufig ihren Monolog zu "Ceil" vortrug.
Walker released or performed on several comedy albums, including:
Love and Laughter – 1960
Hello, Ceil It's Me!!! – 1964
You Don't Have to Be Jewish – 1965 (performer)
When You're in Love the Whole World Is Jewish – 1966 (performer)
The Yiddish Are Coming, The Yiddish Are Coming – 1967 (performer)
Hum-Hum-Hum – 1969
Aunt Lena and Her Entire Family Circle – 1979
Walker starb am 26. Juli 1982, zwölf Tage vor ihrem 54. Geburtstag, an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
KRITISCHE REZEPTION
In einer Rezension ihres Debütalbums “Love and Laughter“ aus dem Jahr 1960 bezeichnete das Billboard-Magazin sie als „eine der besten Charakterdarstellerinnen im Theater und Film“ und als „einfühlsame Komikerin“ und schloss mit dem Fazit: „Viel Humor findet sich hier.“ Die positive Resonanz auf das Album in der traditionell jüdischen Stadt Newark deutet auf seine Beliebtheit in den jüdischen Gemeinden hin: In einem weiteren Billboard-Artikel darüber, wie Radiosender traditionelle Nachrichtensendungen mit Comedy-Einspielern auflockern, bemerkte der Kommentator des Newarker Senders WNTA, dass die Plattenverkäufe ihres Albums in der Region stark von der Radiopräsenz profitierten.
Das Album “You Don't Have to Be Jewish“ von Bob Booker und George Foster, auf dem Walker eine Hauptrolle spielte, war ein kommerzieller und kritischer Erfolg. In einer Zeitungsausgabe von 1965 scherzte der Journalist Walter Winchell, dass das Album als „Bestseller in den Vororten“ den Füllfederhalter bei Bar-Mizwas abgelöst habe. Wie auch in ihren anderen Alben basiert Walkers Humor auf der Darstellung jüdischer Frauen, die laut, freimütig sind und mit einem gedehnten Long Island-Akzent sprechen. Aufgrund des Erfolgs veröffentlichten Booker und Foster zwei weitere Fortsetzungen: “When You're in Love the Whole World Is Jewish“ und “The Yiddish Are Coming, The Yiddish Are Coming“. Walker wirkte auf beiden Alben maßgeblich mit.
Posthum wurde Walker zusammen mit Jean Carroll, Totie Fields und Belle Barth in Corey Kahaneys innovativer Stand-up-Show “The J.A.P. Show: Jewish American Princesses of Comedy“ zu einer der “Königinnen der Comedy“ gekürt. Zusammen mit Cathy Ladman, Jessica Kirson und Jackie Hoffman ehrt Kahaney diese vier „Königinnen“ der Show, indem sie Ausschnitte aus ihren Darbietungen in ihre eigenen einstreut.
Gruß
Heino
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