Leo Monosson

ACHTUNG: kein Rock'n'Roll
 
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Leo Monosson

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Gepostet: 19.03.2025 - 18:56 Uhr  ·  #1
Hallo,
nach soviel Violin-Geschichten führt mich eine Session mit Django Reihardt zu einem Tango-Geiger.
Den Titel kennen wir wohl alle, auch die R&Roller ............

Leo Monosson
(* 25. November / 7. Dezember 1897 in Moskau, Russisches Kaiserreich; + 22. April 1967 in Montego Bay, Jamaika) war ein deutscher Schlagersänger der Weimarer Zeit. Ein großer Erfolg: “Guck doch nicht immer nach dem Tangogeiger hin“. Aufnahme mit dem Orchester Dajos Béla und Leo Monosson alias Leo Frank.

Leo Monosson wurde 1897 in Moskau geboren und besuchte dort das Gymnasium. Mit der Imaginisten-Gruppe befreundet (Wadim Scherschenewitsch, Anatoli Marienhof und Alexander Kussikow sowie zum Teil Sergei Jessenin) gab er bis 1918 einige Gedichtbände heraus. Im selben Jahr floh er während der Errichtung der bolschewistischen Alleinherrschaft über Warschau, Paris und Wien nach Berlin, wo er ab 1923 lebte.

Er hatte Musik und Gesang studiert und begann eine Karriere als Sänger. Zunächst häufig noch als anonymer Refrainsänger, später auch unter verschiedenen Pseudonymen, etwa Leo Moll, Leo Emm, Leo Frey, Leo Mond, Leo Frank oder Leo Mossner, machte Leo Monosson über 1400 Aufnahmen für alle namhaften Schallplatten-Marken. Zu seinen bekanntesten Hits gehörte “Liebling, mein Herz lässt dich grüßen“ (mit dem Orchester von Ben Berlin). Er trat auch in einigen Filmen auf, etwa 1930 in “Die Drei von der Tankstelle“ und “Zwei Welten“ und 1931 in “Ihre Majestät die Liebe“, sowie “Der Ball“.

Am 15. November 1932 heiratete Monosson in Berlin-Charlottenburg die bevorstehende Fotografin Stephanie Arnsdorff (* 11. April 1911 in Berlin; + 19. August 1996 in San Diego, Kalifornien/USA). Aus einer ersten Ehe hatte er bereits zwei Kinder.

Als Jude Monosson nach der Machtergreifung der NSDAP 1933 kein Engagement mehr bekam und daher nach Frankreich aus wanderte. Dort nahm er 1935 die beiden Titel “Deux Cigarettes dans l’ombre“ und “Tout le jour, toute la nuit“ (Columbia) auf, bei denen er von Alain Romans und dessen Orchestre Du Poste Parisien begleitet wurde, in dem auch Michel Warlop und Django Reinhardt spielten.

1941, nach dem deutschen Einmarsch in Frankreich, ging die Flucht weiter über Spanien in die USA. Er lebte in Ardsley, New York, und arbeitete als international tätiger Briefmarkenhändler. Nach dem Krieg besuchte er mehrfach seine in Frankreich gebliebene Familie.

1952 stellte Monosson wegen seiner erzwungenen Emigration einen Antrag auf Entschädigung beim Berliner Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten. Unter anderem erklärte er darin: „Es gelang mir nach 1933 nie mehr, durch Gesang Geld zu verdienen, meine Vortragsart war durch deutsche Kultur entwickelt und woanders fremdartig und unpopulär.“

Er starb 1967 auf einer Reise in Jamaika und wurde auf dem Friedhof in Westchester Hills, New York, bestattet.

Sonstiges Informationen über den Verbleib von Leo Monosson nach 1933 wurden im April 2007 in der Frauenzeitschrift ‘Brigitte‘ unter der Rubrik „Männer fragen Brigitte“ veröffentlicht, nachdem der Schauspieler und Musiker Ulrich Tukur gefragt hatte: „Was ist eigentlich aus dem beliebten Schlagersänger der Weimarer Zeit, Leo Monosson, geworden, nachdem er 1933 Deutschland verlassen hatte?“

Gruß
Heino
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Re: Leo Monosson

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Gepostet: 20.03.2025 - 09:44 Uhr  ·  #2
Hallo Billy,
bei Dir umme Ecke ...................???

Heino
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Re: Leo Monosson

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Gepostet: 20.03.2025 - 10:34 Uhr  ·  #3
....ja ich weiss, aber bei mir seine Titel hauptsächlich auf x-Samplern verteilt.
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Re: Leo Monosson

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Gepostet: 20.03.2025 - 16:38 Uhr  ·  #4
Zwei elektrische Aufnahmen mit deutschen Songs
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Re: Leo Monosson

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Gepostet: 20.03.2025 - 16:42 Uhr  ·  #5
Tauben als Schlafmützen..
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Re: Leo Monosson

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Gepostet: 20.03.2025 - 16:46 Uhr  ·  #6
Tango
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Re: Leo Monosson

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Gepostet: 20.03.2025 - 16:50 Uhr  ·  #7
Als Leo Emm in Frankreich
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Re: Leo Monosson

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Gepostet: 20.03.2025 - 16:55 Uhr  ·  #8
Als Leo Moll
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Re: Leo Monosson

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Gepostet: 20.03.2025 - 16:57 Uhr  ·  #9
Auch hier besten Dank .............

Gruß
Heino
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Re: Leo Monosson

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Gepostet: 20.03.2025 - 18:02 Uhr  ·  #10
Hallo,
übrigens ...............

GODWIN, PAUL (PINKUS GOLDFEIN)
* 28.03.1902 in Schlesien, + 09.12.1982 in Driebergen/Holland, deutscher Violinist u. Orchesterleiter, 1920-33 in Berlin tätig, ab Ende 1923 mehr als 2500 Ensemble-Aufnahmen in Berlin für Grammophon, ab 1924 Tanz-Orchester o. mit seinem Künstler-Ensemble, ab 1925 Polyphon, Grammophon, Polydor, 1925 Instrumental-Quartett, 1928 Solo-Violinist in Großen Streichorchester u. im Wiener Schrammel-Quartett, 1929 mit seinen Jazz-Symphonikern, 1929 Tanz-Orchester, seit 1933 im Exil in den Niederlanden, 1947 erste Aufnahmen in Holland für Decca, 1947 Mitglied des Holländischen Streichquartetts, 1948-50 Philips, 1952 niederländische Staatsbürgerschaft, auch unter Ps: LAJOS BARANY, 1972 Karrierehöhepunkt in einem gemeinsamen Konzert mit Yehudi Menuhin in Amsterdam

FUHS, JULIAN
* 20.11.1891 in Berlin, + 04.02.1975 in Miami Beach/Florida, Pianist, seit 1924/25 in Berliner Tanzlokalen-stark jazzorientiert, Schallplattenaufnahmen in Berlin von 1925-1931, ab 1925 eigenes Orchester JULIAN FUHS FOLLIES BAND o. Tango Orchestra auf Homocord, 1926-März 1927, Beka (1927/28 und sein Konzert-Orchester)/Parlophone (1927 Symphony Orchestra)/Odeon (1927 Jazz-Symphoniker/Jazz Orchester), 1929 und sein Orchester auf Electrola, Ultraphon/Supraphon (1929-31 mit seinem Orchester), Audiophon/Adler (1929/30), 1931 Eröffnung eines Lokales, Filmmusik "Fidele Razzia"

Lewis Ruth (eigentlich Ludwig Rüth; * 30. Januar 1889 in Landau in der Pfalz; † 2. April 1941 in Durban, Südafrika, nach anderen Quellen im Juli 1947 in Windhuk, heute Namibia) war ein deutscher Musiker und Bandleader von Tanzorchestern.

Ludwig Rüth wurde als Sohn eines Generaloberarztes geboren. Ab 1909 studierte er in München an der Königlichen Akademie für Tonkunst (Flöte, Kompositionslehre und Dirigieren) sowie an der Münchner Universität (Philosophie, Medizin und Musikwissenschaft). Er trat 1912 als Soloflötist an der Hofoper Stuttgart auf und spielte als Erster Flötist in Leipzig und München; Dort dirigierte er seit 1914 den Akademischen Orchesterverband. Nach ersten Versuchen als Orchestermusiker und Dirigent wurde er im Ersten Weltkrieg als Soldat eingezogen, dann aber im Rahmen der „Kulturpropaganda“ als Gastdirigent im neutralen Ausland eingesetzt.

Nach dem Krieg leitete Rüth zunächst das Landes-Sinfonie-Orchester für das Saarland und die Pfalz, konnte sich im klassischen Fach aber nicht endgültig durchsetzen. Um sich über Wasser zu halten, nahm er Gelegenheitsarbeiter in Unterhaltungsetablissements an und kam so auf die Idee, 1925 die „Lewis Ruth-Band“ mit ihm als Saxophonisten zu begründen. Er spielte von da an Unterhaltungsmusik und vor allem Jazz, womit sich auch die Anglisierung seines Namens zu Lewis Ruth erklärt.

Einen Riesenerfolg hatte seine Band durch die Zusammenarbeit mit Theo Mackeben. Dieser war musikalischer Leiter bei Bertolt Brecht und Kurt Weill und besetzte die Uraufführung der “Dreigroschenoper“ mit Ludwig Rüths Band, die dann auch alle anderen Aufführungen der Dreigroschenoper begleitete und sich für dieses Projekt selbst den Namen Dreigroschenband gab.

1933 dirigierte Rüth auch die Uraufführung der Operette “Bezauberndes Fräulein“ von Ralph Benatzky. Sowohl unter dem Namen Lewis Ruth als auch Ludwig Rüth nahm der „jazzende Symphoniker“ (Werbung der Schallplattenfirma Electrola) zwischen 1928 und 1937 rund 400 Titel für Schellackplatten auf, bei denen er am häufigsten als Begleitorchester von Schlagerinterpreten auftaucht. Ruth spielte mit seinem Tanzorchester ab den späten 1929er-Jahren eine Reihe von Schallplatten für Electrola ein, zumeist Lieder aus Tonfilmen wie „Matrosensong“ von Kurt Weill (#1590), „Ein bißchen Liebe für dich“ (#2518, mit Max Mensing, Gesang), „Heute Nacht oder nie“ (#2556), „Saison in Kairo“ (mit Eric Helgar, Gesang), „Ich hab' dich einmal geküßt“, „Sie kommen zum Tee“ (#2867, von Ralph Benatzky), „In einer kleinen Stadt“ (#3421), „Es war einmal ein Musikus“ (#2646), „Liebe kommt einmal irgendwo her“ und „Ruth, tanze heut' mit mir kubanisch“ (von Will Meisel, mit Johannes Maximilian, Gesang). 1936/37 entstanden auch mehrere Jazz-beeinflusste Nummern wie „Schöne Geschichten“, „Soweit geht die Liebe nicht“, „Bu huh! Ich möchte weinen“ und „Ich bin verschossen in deine Sommersprossen“, mit einem Studioorchester, dem u. a. angehörten sind Kurt Hohenberger (Trompete), Walter Dobschinski (Posaune), Franz Thon (Klarinette, Altsaxophon), Curt Hasenpflug (Tenorsaxophon, Piccoloflöte, Arrangement), Hans Carste (Geige, Arrangement) sowie Peter Igelhoff (Klavier, Gesang).

Seine Band wirkte daneben in Theater- und Filmproduktionen mit, so auch in dem Ufa-Streifen Die Drei von der Tankstelle. Insgesamt war das Ludwig-Rüth-Orchester an fast zwanzig Filmproduktionen beteiligt. In zwei Filmen (Die drei von der Tankstelle sowie Ein Tango für Dich) war Lüth mit seinem Orchester auch auf der Leinwand zu sehen. Längere Zeit wirkte er neben Werner Schmidt-Boelcke als Kapellmeister am Berliner Metropol-Theater.

Weil Ludwig Rüth (nach der Trennung von seiner Ehefrau) mit der Jüdin Vera Cohn-Moser zusammenlebte, kam es zu Anfeindungen durch die Nationalsozialisten. Diese wurden nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Gabrielle immer heftiger. 1937 verließ Rüth schließlich Deutschland. Sein Orchester unterstützte Hans Carste, mit dem Rüth zusammengearbeitet hatte. Rüth emigrierte nach Südwest-Afrika und heiratete dort ein Jahr später seine inzwischen nachgekommene Lebensgefährtin.

Er versuchte, eine neue Musikkarriere zu starten, konnte sich aber im Exil – nicht zuletzt wegen Boykottbestrebungen dort lebender Anhänger und Mitglieder der NSDAP – nicht wirklich durchsetzen. So trat er im Oktober 1940 in die Seiten Großbritanniens kämpfender Armee Südafrikas ein. Nach Angaben seiner Tochter Gabi Robinson fiel Ludwig Rüth am 2. April 1941 in Durban einem Badeunfall zum Opfer. Die Filmenzyklopädie IMDb nennt den Juli 1947 als Todesdatum.

Ilja Livschakoff
(* 15. November 1903 in Jekaterinodar/Russland; + 10. Juni 1990 in Buenos Aires) war ein deutscher Geiger und Kapellmeister, der vor allem Anfang der 1930er Jahre in Berlin gefeiert wurde. Ilja Livschakoff floh nach der Ermordung seines Vaters durch die Bolschewiken in jungen Jahren aus der Sowjetunion nach Warschau. Dort absolvierte er ein Musikstudium (Geige) am Konservatorium (heute Fryderyk-Chopin-Universität für Musik). In der Diplomprüfung spielte er das Violinkonzert a-Moll von Alexander Glasunow. 1927 übersiedelte Livschakoff nach Berlin und verschrieb sich fortan immer mehr der leichten Muse. Er leitete bis 1932 die Hauskapelle des Hotels Bristol und spielte dort sowohl Salon- als auch Tanzmusik.

Livschakoff wurde mit seinem Ensemble bald auch zu einem der wichtigsten Schallplatten-Orchester. Für die Deutsche Grammophon begleiteten er bekannte Sänger der Zeit wie Erwin Hartung, Leo Monosson, Max Mensing und Paul Dorn sowie singende Filmstars wie Paul Hörbiger, Curt Bois und Renate Müller.

Doch auch als Geigenvirtuose steht er vor dem Mikrofon. Insgesamt nahm Ilja Livschakoff mehr als 800 Schellackplatten auf und bediente sich dabei, wie seinerzeit üblich, häufig auch Pseudonymen. So hieß er auch mal Fred Marley oder Harry Hiller, und sein Ensemble spielte öfter unter den Namen La Plata Tango Band und The Rhythm Maniacs.

Nach seinem Engagement im Hotel Bristol gastierte Livschakoff mit seinem Orchester oft im Berliner Delphi-Palast. Doch wurden die Engagements und auch die Schallplattenaufnahmen nach 1933 immer seltener. Der jüdischstämmige Ilja Livschakoff schaffte es zwar, noch bis Anfang 1937 in Deutschland tätig zu sein, dann konnte er aber von einem Aufenthalt in Karlsbad nicht nach Deutschland zurückkehren. Die Nationalsozialisten hatten ihn aus der Reichsmusikkammer ausgeschlossen. Weitere Auftritte waren verboten.

Der Künstler emigrierte nach Argentinien, wo er – so wie auch seine Kollegen Dajos Béla und Efim Schachmeister – weiter als Kapellmeister arbeiten konnten. Bis in den 1960er-Jahren war er dort in den Cafés von Buenos Aires zu hören. Nur auf privaten Reisen kehrte er bis in die 1980er-Jahre häufig nach Deutschland zurück.

Gruß
Heino
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Re: Leo Monosson

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Gepostet: 20.03.2025 - 19:16 Uhr  ·  #11
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