Hallo,
bei King Oliver entdeckt:
Richard M. Jones, der Komponist von “Trouble in Mind“, war für den Jazz vor allem als Leiter einer interessanten Reihe von Aufnahmeterminen von Bedeutung. Er spielte bereits 1902 Althorn und Kornett bei der Eureka Brass Band und arbeitete von 1908 bis 1917 als Pianist in New Orleans. Nachdem er mit Oscar Celestin (1918) gespielt hatte, zog Jones nach Chicago, wo er für Clarence Williams‘ Verlag arbeitete. Er nahm 1923 als Klaviersolist auf, begleitete Blanche Calloway und Chippie Hill bei Aufnahmeterminen (1925-1926) und leitete seine Jazz Wizards bei eigenen Aufnahmen von 1925 bis 1929. Zu Jones‘ Sidemen gehörten Albert Nicholas, Johnny St. Cyr, Ikey Robinson, Roy Palmer, Omer Simeon und einige weniger bekannte Musiker. Richard M. Jones blieb für den Rest seines Lebens in Chicago, leitete 1935-1936 und 1944 weitere Sessions und arbeitete in den 1940 er Jahren als Talentscout für Mercury. Alle seine Platten als Bandleader wurden auf zwei Classic-CDs neu aufgelegt.
Richard Marigny Jones (* 13. Juni 1889 oder 1892 in Donaldville (Louisiana); + 08. Dezember 1945 in Chicago) war ein US-amerikanischer Blues- und Jazzpianist, Arrangeur, Komponist, Bandleader und Musikproduzent.
Richard M. Jones wuchs in New Orleans auf und lernte in seinem Elternhaus verschiedene Instrumente kennen; Auf Grund einer Kniebehinderung erhielt er von Kollegen den Spitznamen "Richard My Knee Jones". In seiner Jugend spielte er Althorn in Brassbands wie der Eureka Brass Band, bis sein Hauptinstrument das Piano wurde. Um 1908 spielte er in den Clubs und Cabarets des Storyville-Bezirks, wie auch Lulu Whites Josie Arlington's. Später leitete er 1912/13 ein kleines Ensemble, dem auch King Oliver angehörte. Jones spielte auch in den Bands von John Robichaux, Armand J. Piron und 1918 bei Papa Celestins Tuxedo Brass Band.
1915 begann er erste Songs zu komponieren, darunter “Lonesome Nobody Cares“, der dann von Sophie Tucker interpretiert wurde. 1918 zog Jones nach Chicago, um für den Musikverleger Clarence Williams zu arbeiten.
Ab 1923 entstanden erste Aufnahmen von ihm als Solisten (1923), im Trio mit Albert Nicholas und Johnny St. Cyr, sowie als Begleiter von Blues-Vokalisten wie Bertha "Chippie" Hill (1925–27), außerdem mit seiner Band The Jazz Wizards (denen auch Albert Nicholas, Shirley Clay, Stump Evans, Preston Jackson, Roy Palmer oder Omer Simeon angehörten) und The Chicago Cosmopolitans.
Er nahm in den 1920 er Jahren für Gennett (unter dem Pseudonym Wally Coulter, 1927), OKeh, Victor und Paramount Records auf, für letzteres mit einem Trio aus Kornett, Klarinette und Piano; außerdem arbeitete er für OKeh Records als A&R des Race-Programme, der afroamerikanische Schallplatten dieser Dekade.
Von 1930 bis 1934 leitete er erneut eine Band in New Orleans; ab 1934 arbeitete er als A&R für Decca, wo er u.a. bei Aufnahmen von Lee Collins, Herschel Evans und Louis Metcalf mitwirkte.
Bis zu seinem Tod im Jahr 1945 war er für Mercury Records als Arrangeur und Talentscout tätig. In den 40 ern wirkte er noch bei Aufnahmen von Jimmie Noone (1940), Johnny Dodds und Punch Miller (1945) mit. 1944 leitete er wieder eine eigene Formation, zu der u.a. Preston Jackson, Baby Dodds und Darnell Howard gehörten (“Canal Street Blues“) und mit der im März '44 Aufnahmen für Session Records entstanden.
Daneben war er als Songwriter aktiv. Als Komponist war er für zahlreiche Songs verantwortlich, darunter “Caldonia“, “Jazzin' Baby Blues“ (auch “Tin Roof Blues“ genannt), “29th and Dearborn“, “Red Wagon“, “Riverside Blues“ und “Trouble in Mind“, den er 1926 mit "Chippie" Hill (Gesang) und Louis Armstrong (Kornett) einspielte.
Jones wirkte in seiner Karriere außerdem bei Aufnahmen von Willy Hightowers Night Hawks (1923), Blanche Calloway (1925), Louis Armstrongs Hot Five (1925/26), King Oliver (1926), Lillie Delk Christian (1927) und Louis Powell (1938) mit.
Gruß
Heino
bei King Oliver entdeckt:
Richard M. Jones, der Komponist von “Trouble in Mind“, war für den Jazz vor allem als Leiter einer interessanten Reihe von Aufnahmeterminen von Bedeutung. Er spielte bereits 1902 Althorn und Kornett bei der Eureka Brass Band und arbeitete von 1908 bis 1917 als Pianist in New Orleans. Nachdem er mit Oscar Celestin (1918) gespielt hatte, zog Jones nach Chicago, wo er für Clarence Williams‘ Verlag arbeitete. Er nahm 1923 als Klaviersolist auf, begleitete Blanche Calloway und Chippie Hill bei Aufnahmeterminen (1925-1926) und leitete seine Jazz Wizards bei eigenen Aufnahmen von 1925 bis 1929. Zu Jones‘ Sidemen gehörten Albert Nicholas, Johnny St. Cyr, Ikey Robinson, Roy Palmer, Omer Simeon und einige weniger bekannte Musiker. Richard M. Jones blieb für den Rest seines Lebens in Chicago, leitete 1935-1936 und 1944 weitere Sessions und arbeitete in den 1940 er Jahren als Talentscout für Mercury. Alle seine Platten als Bandleader wurden auf zwei Classic-CDs neu aufgelegt.
Richard Marigny Jones (* 13. Juni 1889 oder 1892 in Donaldville (Louisiana); + 08. Dezember 1945 in Chicago) war ein US-amerikanischer Blues- und Jazzpianist, Arrangeur, Komponist, Bandleader und Musikproduzent.
Richard M. Jones wuchs in New Orleans auf und lernte in seinem Elternhaus verschiedene Instrumente kennen; Auf Grund einer Kniebehinderung erhielt er von Kollegen den Spitznamen "Richard My Knee Jones". In seiner Jugend spielte er Althorn in Brassbands wie der Eureka Brass Band, bis sein Hauptinstrument das Piano wurde. Um 1908 spielte er in den Clubs und Cabarets des Storyville-Bezirks, wie auch Lulu Whites Josie Arlington's. Später leitete er 1912/13 ein kleines Ensemble, dem auch King Oliver angehörte. Jones spielte auch in den Bands von John Robichaux, Armand J. Piron und 1918 bei Papa Celestins Tuxedo Brass Band.
1915 begann er erste Songs zu komponieren, darunter “Lonesome Nobody Cares“, der dann von Sophie Tucker interpretiert wurde. 1918 zog Jones nach Chicago, um für den Musikverleger Clarence Williams zu arbeiten.
Ab 1923 entstanden erste Aufnahmen von ihm als Solisten (1923), im Trio mit Albert Nicholas und Johnny St. Cyr, sowie als Begleiter von Blues-Vokalisten wie Bertha "Chippie" Hill (1925–27), außerdem mit seiner Band The Jazz Wizards (denen auch Albert Nicholas, Shirley Clay, Stump Evans, Preston Jackson, Roy Palmer oder Omer Simeon angehörten) und The Chicago Cosmopolitans.
Er nahm in den 1920 er Jahren für Gennett (unter dem Pseudonym Wally Coulter, 1927), OKeh, Victor und Paramount Records auf, für letzteres mit einem Trio aus Kornett, Klarinette und Piano; außerdem arbeitete er für OKeh Records als A&R des Race-Programme, der afroamerikanische Schallplatten dieser Dekade.
Von 1930 bis 1934 leitete er erneut eine Band in New Orleans; ab 1934 arbeitete er als A&R für Decca, wo er u.a. bei Aufnahmen von Lee Collins, Herschel Evans und Louis Metcalf mitwirkte.
Bis zu seinem Tod im Jahr 1945 war er für Mercury Records als Arrangeur und Talentscout tätig. In den 40 ern wirkte er noch bei Aufnahmen von Jimmie Noone (1940), Johnny Dodds und Punch Miller (1945) mit. 1944 leitete er wieder eine eigene Formation, zu der u.a. Preston Jackson, Baby Dodds und Darnell Howard gehörten (“Canal Street Blues“) und mit der im März '44 Aufnahmen für Session Records entstanden.
Daneben war er als Songwriter aktiv. Als Komponist war er für zahlreiche Songs verantwortlich, darunter “Caldonia“, “Jazzin' Baby Blues“ (auch “Tin Roof Blues“ genannt), “29th and Dearborn“, “Red Wagon“, “Riverside Blues“ und “Trouble in Mind“, den er 1926 mit "Chippie" Hill (Gesang) und Louis Armstrong (Kornett) einspielte.
Jones wirkte in seiner Karriere außerdem bei Aufnahmen von Willy Hightowers Night Hawks (1923), Blanche Calloway (1925), Louis Armstrongs Hot Five (1925/26), King Oliver (1926), Lillie Delk Christian (1927) und Louis Powell (1938) mit.
Gruß
Heino