Hallo Dieter,
etwas habe ich auch notiert:
Ethel V. Finnie war eine amerikanische klassische Bluessängerin. Ihre bemerkenswerteste Aufnahme ist ”You're Gonna Wake Up Some Morning, but Your Papa Will Be Gone”.
Informationen über ihr Leben außerhalb der Musik sind lückenhaft: Finnie wurde in New Orleans/Louisiana als zweites Kind und einzige Tochter von Noble Armond Finnie, einem Butler, und Mary "Mamie" Anderson Finnie, einer Hausfrau, geboren. Sie hatte einen älteren Bruder, Noble Finnie, Jr. Finnie war Absolvent der New Orleans University (später in die Dillard University eingegliedert) und war als Schullehrer an der McDonogh School No. 6 angestellt.
Finnie heiratete am 25. September 1923 in Stamford/Connecticut den Pianisten und Komponisten Porter Grainger, mit dem sie im gesamten Nordosten der Vereinigten Staaten auftrat, an verschiedenen Orten und in Radioprogrammen, wie auf den Seiten des ‘African-American press‘ dokumentiert. Es scheint, dass Finnie nach der Geburt ihrer Tochter Portia Lee Grainger ihre Aktivitäten einschränkte und in New Orleans blieb, in der Nähe ihrer Familie, in der Dryades Street 4021. Schließlich ließen sich Porter und Finnie scheiden. Anschließend heiratete sie William Turner und machte sich in New Orleans als Friseurin und später als Besitzerin eines Schönheitssalons, Restaurants und Lebensmittelgeschäfts selbstständig. Sie war an der Schwesternschaft “Iota Phi Lambda“ beteiligt und fungierte in den 1950 er Jahren als Regionaldirektorin für Südwesten. In den 1960er Jahren diente sie auch als Schatzmeisterin der “Vierten Region des National Council of Negro Women. Finnie starb am 01. Mai 1981 im Alter von 83 Jahren in New Orleans.
Finnies kurze Aufnahmekarriere wurde teilweise von Joe Davis produziert. Ein Teil ihres Materials wurde von ihrem ersten Ehemann, Porter Grainger, geschrieben. Sie nahm 1923 und 1924 acht Lieder auf, darunter “You're Gonna Wake Up Some Morning, but Your Papa Will Be Gone“. Es wurde 1924 von Edison als Teil der Edison Diamond Discs-Reihe herausgebracht und auch auf Edisons Amberol-Zylinder herausgegeben.
EDISON
00 24….???....Ethel Finnie..You're Gonna Wake Up Some Morning, but Your Papa Will Be Gone/??
In dieser kurzen Zeitspanne nahm sie auch für Ajax und Emerson auf.
AJAX
00 24….17015…. Ethel Finnie (Porter Grainger at Piano)..I Don't Love Nobody/Don't You Quit Me Daddy
00 24….170??…. Ethel Finnie (Porter Grainger at Piano)..Don't Know and Don't Care Blues/Hula Blues
EMERSON
00 24....10746…. Ethel Finnie with Orch. acc. ..He Wasn't Born in Araby, but He's a Sheikin' Fool/Heart Breakin' Joe
Ein weiteres Lied, das sie aufgenommen hat, “Mistreatin' Daddy Blues“, wurde zunächst nicht veröffentlicht, was sie möglicherweise daran gehindert hat, ein breiteres Publikum zu gewinnen. Andere wenig bekannte Bluessänger, darunter Gladys Bryant, Dolly Ross und Ada Brown, wetteiferten mit Finnie um Graingers Material.
Porter Grainger war ein obskurer Pianist aus den 1920 er Jahren, dessen größter Ruhm darin bestand, dass er einmal Bessie Smith begleitete. Die nachfolgende Aufstellung zeigt fast jede Aufnahme, auf der er jemals mitgewirkt hat, aber leider nimmt Grainger auf keiner davon ein volles Solo auf. Er unterstützt eine Vielzahl meist gleichgültiger Blues-Sängerinnen (Gladys Bryant, Ethel Finnie, Dolly Ross, der jodelnde Clint Jones und Ada Brown) und verbirgt sich hinter Gesangsgruppen wie den Harmony Hounds, den Jubilee Singers, den Three Jazz Songsters und den Four Cry Babies! Im Allgemeinen ist die Musik ziemlich mittelmäßig und Porter Graingers Rolle ist ziemlich gering, was die Veröffentlichung zu einer gut verpackten, aber letztendlich ziemlich frivolen macht.
PARAMOUNT
00 48….14004…. Joe Smith And Orchestra, Ethel Finnie..Heart Breakin' Joe/Eubie Blake..African Rag
Alle ihre aufgenommenen Arbeiten wurden schließlich von Document Records veröffentlicht.
Gruß
Heino