Handjive
aus: wikipedia
Handjive (auch „Chicago-Sound“ oder „Bo-Diddley-Sound“) ist eine ursprünglich schwarze Spielart des Rock ’n’ Roll und entstand Ende der 40er-Jahre in Chicago als Unterart des Rhythm and Blues. Wesentliche Merkmale sind die stark im Vordergrund stehenden Perkussionsinstrumente (Maracas), die einen tranceartigen, ostinaten Groove erzeugen und sich zeilenweise mit dem Gesang abwechseln, dessen Melodie im „Frage-Antwort-Schema“ aufgebaut ist.
Der Handjive ist ursprünglich eine reine Straßenmusik gewesen, zu der die Kinder in den Ghettos der Southside von Chicago Abzählreime und Abklatschverse mit manchmal schmutzigen Texten sangen. Dabei wurden die Hände in bestimmten Rhythmen gegeneinander oder gegen eigene Körperteile geschlagen. Die Tradition des Handjive geht auf den "Hambone" zurück, jene Körperpercussion, mit der die schwarzen Sklaven des Südens die ihnen verbotene, Botschaften übermittelnde Trommelmusik ersetzten.
Das Verdienst, den typischen Groove erstmals auf Platte gebannt zu haben, kommt dem chicagoer Straßenmusiker Sammy McGier zu. Seine Band „Hambone Kids“ spielte Anfang der 50er-Jahre für das Okeh-Label den Titel „Hambone“ ein, der bereits jenes legendäre Lick enthält, das man später „Bo-Diddley-Lick“ nennen sollte. Bo Diddley schließlich, selbst ehemaliger Straßenmusiker der Southside, debutierte 1955 mit seinem Hit „Bo Diddley“ (der ursprüngliche Text dieses Songs, der eigentlich „Uncle John“ hieß, war dem Chess-Label zu anzüglich, weshalb Diddley ihn entschärfte) und erreichte auf Anhieb Platz eins der Rhythm-and-Blues-Charts. Seine elektrische Gitarre war dabei leicht verzerrt, ein für das damalige Publikum völlig unbekannter, neuer Sound. Bald begannen in den USA Künstler, den Groove einzubeziehen: Buddy Holly mit „Not Fade Away“ und „Bo Diddley“, Johnny Otis mit „Willie and the Handjive“. In den 60er-Jahren übernahmen britische Bands wie die Rolling Stones und die Animals gelegentlich den Bo-Diddley-Sound.
Vertreter: Bo Diddley, Johnny Otis
aus: wikipedia
Handjive (auch „Chicago-Sound“ oder „Bo-Diddley-Sound“) ist eine ursprünglich schwarze Spielart des Rock ’n’ Roll und entstand Ende der 40er-Jahre in Chicago als Unterart des Rhythm and Blues. Wesentliche Merkmale sind die stark im Vordergrund stehenden Perkussionsinstrumente (Maracas), die einen tranceartigen, ostinaten Groove erzeugen und sich zeilenweise mit dem Gesang abwechseln, dessen Melodie im „Frage-Antwort-Schema“ aufgebaut ist.
Der Handjive ist ursprünglich eine reine Straßenmusik gewesen, zu der die Kinder in den Ghettos der Southside von Chicago Abzählreime und Abklatschverse mit manchmal schmutzigen Texten sangen. Dabei wurden die Hände in bestimmten Rhythmen gegeneinander oder gegen eigene Körperteile geschlagen. Die Tradition des Handjive geht auf den "Hambone" zurück, jene Körperpercussion, mit der die schwarzen Sklaven des Südens die ihnen verbotene, Botschaften übermittelnde Trommelmusik ersetzten.
Das Verdienst, den typischen Groove erstmals auf Platte gebannt zu haben, kommt dem chicagoer Straßenmusiker Sammy McGier zu. Seine Band „Hambone Kids“ spielte Anfang der 50er-Jahre für das Okeh-Label den Titel „Hambone“ ein, der bereits jenes legendäre Lick enthält, das man später „Bo-Diddley-Lick“ nennen sollte. Bo Diddley schließlich, selbst ehemaliger Straßenmusiker der Southside, debutierte 1955 mit seinem Hit „Bo Diddley“ (der ursprüngliche Text dieses Songs, der eigentlich „Uncle John“ hieß, war dem Chess-Label zu anzüglich, weshalb Diddley ihn entschärfte) und erreichte auf Anhieb Platz eins der Rhythm-and-Blues-Charts. Seine elektrische Gitarre war dabei leicht verzerrt, ein für das damalige Publikum völlig unbekannter, neuer Sound. Bald begannen in den USA Künstler, den Groove einzubeziehen: Buddy Holly mit „Not Fade Away“ und „Bo Diddley“, Johnny Otis mit „Willie and the Handjive“. In den 60er-Jahren übernahmen britische Bands wie die Rolling Stones und die Animals gelegentlich den Bo-Diddley-Sound.
Vertreter: Bo Diddley, Johnny Otis