Martha Bass (7. März 1921 – 21. September 1998) war eine amerikanische Gospelsängerin und Mutter von David Peaston und Fontella Bass.
Martha Carter Bass Peaston wurde in Arkansas geboren. Ihre Familie zog nach St. Louis, Missouri, als sie 2 Jahre alt war, und trat der Pleasant Green Baptist Church bei, wo G.H. Pruitt Pastor war. Sie begann im Chor zu singen und hatte eine dunkle, kraftvolle Altstimme wie ihre Mutter Nevada Carter.
Sie kam unter die autoritäre und wachsame Obhut von Mother Willie Mae Ford Smith, der Leiterin der National Convention of Gospel Choirs and Choruses des Gospelkomponisten Thomas A. Dorsey und Gründerin des St. Louis Chapter der Organisation, und dort entwickelte sie sich zu einer „Hauszerstörerin“, wie sie im Gospel genannt werden.
Mit der Lehrerfahrung von Mutter Ford und einer Fülle von Erfahrungen als Kirchensängerin verließ sie St. Louis in den frühen 1950er Jahren, um mit den großartigen Clara Ward Singers auf Tournee zu gehen, bei denen sie etwa vier Jahre blieb. Am 2. November 1950 nahmen sie „Wasn’t It A Pity How They Punished My Lord“ bei Savoy Records auf, mit ihr als Leadsängerin. Es war ein Riesenhit. Etwa zur gleichen Zeit organisierten ihre Familie und ihr Gefolge eine private Aufnahmesession und zwei Songs wurden beim Bass-Label veröffentlicht.
Sie heiratete dann und entschied sich, mit zwei Söhnen und einem kleinen Mädchen (Fontella Bass) zu Hause zu bleiben und ihre Familie großzuziehen. Im März 1966 nahm sie ihr erstes Album „I’m So Grateful“ auf, bei dem Fontella Klavier spielte und im Hintergrund sang. Dieses Album etablierte Martha als Gospelsängerin ersten Ranges. 1968 nahm sie ihr zweites Album „Rescue Me“ auf.
1969 nahm sie als Tribut an ihr Idol Mahalia Jackson ihr drittes Album „Martha Sings Mahalia“ auf. 1970 nahm Bass mit dem Harold Smith Majestics Choir bei Checker Records „Walk With Me Lord“ auf. Das Lied war in Selma zu hören, dem Film von Ava DuVarnay aus dem Jahr 2014, der bei Geffen Records und Universal Music Enterprises erschien.
1972 nahm sie ihr letztes Album beim Checker-Label „It’s Another Day’s Journey“ auf. Danach tourte sie einige Zeit mit ihrer Mutter Nevada und ihrer Tochter Fontella durch Europa. Die Tour hieß „From The Roots To The Source“.
Von den späten 1980er Jahren bis zu ihrem Tod war sie zufrieden damit, die beste Unterstützerin ihrer Tochter zu sein, und sie unterstützte Fontellas Karriere, wo sie nur konnte, bis Selah Records der ganzen Familie 1990 die Möglichkeit gab, gemeinsam ein Album aufzunehmen. Es hieß „A Family Portrait Of Faith“ und präsentierte Fontellas Bruder und besonderen Gast David Peaston.
Martha starb am 21. September 1998 (im Alter von 77 Jahren) in St. Louis, Missouri.
Neben Willie Mae Ford Smith und Cleophus Robinson wird Martha Bass eine der besten Gospelsängerinnen bleiben, die je aus Louis, Missouri, kamen. Leider wurde sie nur selten aufgenommen.