In England

 
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In England

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Gepostet: 16.04.2006 - 16:40 Uhr  ·  #1
...in England

Dann ging es in diesem Jahr nach England, und das sogar zweimal. Die Spotnicks hatten sich ein kleines Programm von einer halben Stunde etwa zusammengebastelt. Sie begannen natürlich mit ihrem „Spotnicks' Theme", es folgte dann „Amapola", das sich in Schweden zu einem Hit mauserte. Weiter waren zu hören: „Hava Nagila", „Hey Good Looking", „Greenfields" als komische Nummer und „The Rocket Man". Die Show endete immer mit „Amen".

Mit zwei Eigentümlichkeiten überraschten die Spotnicks ihre Fans in England. Zum einen trugen sie Raumanzüge auf der Bühne, anfangs waren diese Kostüme derart groß, daß sie fest auf der Bühne montiert wurden und die Spotnicks nur dahinter zu stellen brauchten. Der Nachteil war jedoch, daß die Spotnicks sich auf der Bühne nicht bewegen konnten. Das zweite war eine elektronische Spielerei von Bo, er erschien manchmal gar nicht auf der Bühne. Trotzdem war seine Gitarre zu hören. Er selbst stand dann immer mitten im Publikum. In seinen Gitarrenkorpus hatte er nämlich einen kleinen Sender eingebaut, so daß er sich frei von seinem Verstärker bewegen konnte, der Empfänger war übrigens mit diesem gekoppelt. Manchmal war sogar eine Plattform eigens für diesen Auftritt hergerichtet worden. Viele Zuschauer müssen wohl ungläubig dreingeschaut haben, denn Bo forderte immer wieder einen einheimischen Musiker auf, doch auf seiner Gitarre zu spielen. Danach glaubten die Fans sicher, daß die Spotnicks nicht im Playback spielten. Die Raumanzüge die eine solche Bewegung Bo’s immer wieder behinderten, waren später eleganter geschnitten, so daß er sich darin ebenfalls bewegen konnte. Im ganzen gesehen, hat es Roland Ferneborg, und das in Zusammenarbeit mit den Spotnicks, verstanden, Namen, Auftritt und Sound gut zu einem Ganzen zusammen zu fügen.

Der verantwortliche Mann, der die Spotnicks nach England und ins Aufnahmestudio holte, war John Schroeder, der u.a. Helen Shapiro produziert hatte. Erwar zunächst Angestellter einer größeren Plattenfirma, machte sich dann aber selbstständig und gründete die eigene Firma Oriole, die sich in England mehr den unbekannteren Gruppen des Merseybeats annahm. John Schroeder hatte die Spotnicks schon früher in Stockholm gesehen und sofort mit ihnen Kontakt aufgenommen. Im August-September 1962 machten die Spotnicks eine zweite, ausgedehntere Tournee durch England. Und dabei kam die dicke Überraschung für die vier Schweden. Sie sollten eine LP in den Oriolestudios einspielen.
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