Hallo,
vom oben gezeigten Cover:
DAS BUDDY DE FRANCO QUARTETT
Es ist eine Kuriosität der Jazz-Welt, dass es auf die Stimulierung jedes Instruments sozusagen eine entsprechende Reaktion einer Reihe von Künstlern gab. Das Klavier beispielsweise hat eine Armee von Giganten angezogen – angefangen bei Art Tatum und sich über die größte imaginäre Tastatur erstreckend, die man sich vorstellen kann. Die Könige der Trompete beginnen mit King Oliver und Louis Armstrong und die Liste wird mit den Jahren länger.
Und bei den meisten anderen Instrumenten ist die Geschichte dieselbe – außer bei der Klarinette. Die Klarinette ist – nun ja – anders. Das Instrument war lange da und wartete. Aber die Giganten kamen nur allzu langsam. Die Klarinette ist das Stiefkind des Jazz. Und es ist merkwürdig, warum das so ist – aber es ist wahr. In der Jazzgeschichte gab es die Noones und die Dodds und vielleicht die Bigards, und dann, fast bevor man es merkt, ist man bei Benny Goodman und Artie Shaw. Sogar heute noch, Jahre nachdem ihre Hauptaktivitäten dokumentiert wurden (was die Zukunft bringen wird, wagt niemand zu wagen), sind die Namen Benny Goodman und Artie Shaw im öffentlichen Bewusstsein allgegenwärtig, wenn die Klarinette erwähnt wird.
Die Öffentlichkeit zögert außerdem, dieser verkürzten Liste weitere Namen hinzuzufügen, und erst in den letzten Jahren wurde Batiste "Buddy" DeFranco fast widerwillig in den inneren Zirkel aufgenommen. Die Schuld liegt beim Publikum, sicherlich nicht bei Franco selbst, denn er ist nun schon seit fast einem Jahrzehnt "Mr. Clarinet" des Jazz, und diese Ehre hat er sich durch eine lange Lehrzeit verdient – eine Ehre, die zudem durch neun aufeinanderfolgende Siege in der ‘Down Beat‘-Umfrage untermauert wird.
De Franco begann sein Streben nach dem Titel "Mr. Clarinet" schon in jungen Jahren. Noch nicht einmal im Teenageralter gewann er einen Preis bei einem von Tommy Dorsey geleiteten Amateurwettbewerb und stieg von dort in die Reihen der Profis auf, spielte schließlich mit der Dorsey Band sowie mit Bands unter der Leitung von Gene Krupa, Ted Fio Rito, Charlie Barnet und Boyd Raeburn, der auch seine eigene Einheit leitete, sowohl eine Big Band als auch eine kleine Gruppe.
Auf diesem Album mit dem passenden Titel “Mr. Clarinet“ tritt Franco mit seinem Quartett in einer Sammlung von Standards (von den Gershwins, Vernon Duke und Jimmy McHugh) und Originalen (zwei von Pianist Kenny Drew, eines von Schlagzeuger Art Blakey und zwei von Franco selbst) auf. Zum Personal gehören Bunny DeFranco, Klarinette, Kenny Drew, Klavier, Art Blakey, Schlagzeug, und Milt Hinton, Bass.
Gruß
Heino
vom oben gezeigten Cover:
DAS BUDDY DE FRANCO QUARTETT
Es ist eine Kuriosität der Jazz-Welt, dass es auf die Stimulierung jedes Instruments sozusagen eine entsprechende Reaktion einer Reihe von Künstlern gab. Das Klavier beispielsweise hat eine Armee von Giganten angezogen – angefangen bei Art Tatum und sich über die größte imaginäre Tastatur erstreckend, die man sich vorstellen kann. Die Könige der Trompete beginnen mit King Oliver und Louis Armstrong und die Liste wird mit den Jahren länger.
Und bei den meisten anderen Instrumenten ist die Geschichte dieselbe – außer bei der Klarinette. Die Klarinette ist – nun ja – anders. Das Instrument war lange da und wartete. Aber die Giganten kamen nur allzu langsam. Die Klarinette ist das Stiefkind des Jazz. Und es ist merkwürdig, warum das so ist – aber es ist wahr. In der Jazzgeschichte gab es die Noones und die Dodds und vielleicht die Bigards, und dann, fast bevor man es merkt, ist man bei Benny Goodman und Artie Shaw. Sogar heute noch, Jahre nachdem ihre Hauptaktivitäten dokumentiert wurden (was die Zukunft bringen wird, wagt niemand zu wagen), sind die Namen Benny Goodman und Artie Shaw im öffentlichen Bewusstsein allgegenwärtig, wenn die Klarinette erwähnt wird.
Die Öffentlichkeit zögert außerdem, dieser verkürzten Liste weitere Namen hinzuzufügen, und erst in den letzten Jahren wurde Batiste "Buddy" DeFranco fast widerwillig in den inneren Zirkel aufgenommen. Die Schuld liegt beim Publikum, sicherlich nicht bei Franco selbst, denn er ist nun schon seit fast einem Jahrzehnt "Mr. Clarinet" des Jazz, und diese Ehre hat er sich durch eine lange Lehrzeit verdient – eine Ehre, die zudem durch neun aufeinanderfolgende Siege in der ‘Down Beat‘-Umfrage untermauert wird.
De Franco begann sein Streben nach dem Titel "Mr. Clarinet" schon in jungen Jahren. Noch nicht einmal im Teenageralter gewann er einen Preis bei einem von Tommy Dorsey geleiteten Amateurwettbewerb und stieg von dort in die Reihen der Profis auf, spielte schließlich mit der Dorsey Band sowie mit Bands unter der Leitung von Gene Krupa, Ted Fio Rito, Charlie Barnet und Boyd Raeburn, der auch seine eigene Einheit leitete, sowohl eine Big Band als auch eine kleine Gruppe.
Auf diesem Album mit dem passenden Titel “Mr. Clarinet“ tritt Franco mit seinem Quartett in einer Sammlung von Standards (von den Gershwins, Vernon Duke und Jimmy McHugh) und Originalen (zwei von Pianist Kenny Drew, eines von Schlagzeuger Art Blakey und zwei von Franco selbst) auf. Zum Personal gehören Bunny DeFranco, Klarinette, Kenny Drew, Klavier, Art Blakey, Schlagzeug, und Milt Hinton, Bass.
Gruß
Heino