THE YOUNG RASCALS und dann THE RASCALS

 
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Re: THE YOUNG RASCALS und dann THE RASCALS

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Gepostet: 14.09.2024 - 12:39 Uhr  ·  #13
diese verrückten Sammler, diese ist nach 55 Jahren immer noch eingeschweisst ,-)

(Titel natürlich noch mal verhanden)
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Re: THE YOUNG RASCALS und dann THE RASCALS

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Gepostet: 14.09.2024 - 12:40 Uhr  ·  #14
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Re: THE YOUNG RASCALS und dann THE RASCALS

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Gepostet: 14.09.2024 - 12:42 Uhr  ·  #15
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Re: THE YOUNG RASCALS und dann THE RASCALS

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Gepostet: 14.09.2024 - 14:39 Uhr  ·  #16
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Re: THE YOUNG RASCALS und dann THE RASCALS

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Gepostet: 30.08.2025 - 14:30 Uhr  ·  #17
Hier Gene Cornish, der 1964 auch bei The Unbeatables war.
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Re: THE YOUNG RASCALS und dann THE RASCALS

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Gepostet: 01.09.2025 - 19:18 Uhr  ·  #18
Hallo,
so ganz nebenbei:

Als die Four Seasons und die Beatles noch bei Vee-Jay waren, kam ein Album mit dem Namen “The International Battle of the Century“ heraus, auf dem die Beatles mit den Seasons eine künstlerische Schlacht austrugen. Selbstverständlich war das für uns in der Schule überhaupt keine Frage diese Pilzköpfe mit ihrem komischen Akzent gegen die Seasons?

Während wir uns alle für “Sherry“ begeisterten, begann das Schlusskapitel dieser Ära des italo-amerikanischen Rock'n'Roll in der Pepermint Lounge in New York, wo Joey Dee And The Starliters mit dem “Peppermint Twist“ rauschende Erfolge feierten.

Die Starliters waren der Kern der Young Rascels. Felix Cavaliere spielte die Tasteninstrumente, Eddie Brigati sang und spielte Gitarre. In ihrer Freizeit machten sie zusammen mit dem Schlagzeuger Dino Danelli, einem Veteran der Lionel Hampton Band und Mitglied von unzähligen R&B-Tourneeshows, die Songs für Felix und Eddie.

1965 hatten sie genügend Material beisammen, um mit ihren Auftritten zu beginnen, zuerst in einem Schuppen in Jersey namens Choo Choo und später in dem schwimmenden Nachtklub Barge auf Long Island.
Ihre weißen Soul-Gesangsnummern und ihre heiße Instrumentierung gefielen Sid Bernstein, einem schlauen Kerl, der die erste Amerika-Tournee der Beatles organisiert hatte, und er unterschrieb einen Vertrag als ihr Manager. Anfang 1966 wurden sie mit Atlantic Records handelseinig und erzielten einen mäßigen Erfolg mit ihrer ersten Single, “Ain't Gonna Eat Out My Heart Any More“. Ihre zweite Single, “Good Lovin'“, war ein perfektes "Frühlingsgefühl", ein Wunder auf drei Grundklängen mit ungeheuer starken Gesangseinlagen, die ihren Ruf festigten.
In den nächsten paar Jahren spielten die Young Rascels in Diskotheken und auf Konzerttourneen und gewannen eine gewaltige Anhängerschaft. Die "blauäugige" Soulinterpretation von Songs wie “Mustang Sally“ trugen dazu bei, das zu umreißen, was später als "Long Island Sound" bekannt wurde, und viele aus der zweiten Welle der italo-amerikanischen Bands (Blue Macoos, Vanilla Fudge) begannen als Kellerbands im Stil der Young Rascels.

Das Schicksal der Band war so typisch für die damalige Zeit, dass es in einem Roman nicht besser beschrieben hätte werden können, 1967 beseitigten sie das "Young" von ihrem Namen und von nun an nahmen sie sich ernster. Sie gaben sich nicht mehr länger damit zufrieden, Soul bloß zu imitieren, und schrieben immer besseres Material. “Groovin‘“ wurde 1967 zu ihrem großen Erfolg, und plötzlich klang die Band viel entspannter. Sie hatten ihre Identität gefunden, und Songs wie “A Beautiful Morning“ (mit seiner naiven psychedelischen Einleitung) und das schwungvolle “People Got to be Free“ garantierten ihnen gute Plätze in den Hitlisten. Aber sie kehrten sich immer mehr nach innen. Dino malte ihre Plattencovers; ihre Musik wollte etwas aussagen. Als ihr letztes Album, (“Search and Nearness“, 1971 herauskam, hatte sich Eddie schon von ihnen getrennt, und Gene verließ die Gruppe, bevor das erste Columbia-Album auf den Markt gelangte.

Das Album hieß “Peaceful World“ und es spielten Gastsolisten wie Alice Coltrane, Hubert Laws, Joe Farrell und Ron Carter; es war ein ambitioniertes Doppelalbum, dessen 22 minütiges Titelstück eine reife, jazzige Nummer war, die sich von ihren früheren Aufnahmen völlig unterschied. Nach einem weiteren Album, “The Island of Real“, ließ Columbia die Überbleibsel der Rascels fallen; Cavaliere machte neue Aufnahmen als Solist für Bearsville Records und Dino und Gene leiteten eine Zeitlang eine Gruppe namens Bulldog.

Nach 1967 klangen die Bands aus jener Umgebung, die diese Gruppen hervorgebracht hatten, anders. Noch immer beschäftigten sie sich mit Soul, aber sie legten ihr Hauptaugenmerk auf instrumentale Geschicklichkeit und insbesondere auf eingeschobene Gitarrenparts.

Gruß
Heino
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Re: THE YOUNG RASCALS und dann THE RASCALS

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Gepostet: 01.09.2025 - 19:21 Uhr  ·  #19
Hallo,
und dann habe ich doch nach Wikki geschielt ..........

Weißer Rhythm'n'Blues mit schwarzen Fans!
The Rascals (ursprünglich bekannt als The Young Rascals) sind eine US-amerikanische Rockband, die 1965 in Garfield/New Jersey, südöstlich von Paterson, gegründet wurde. Die ursprüngliche Besetzung bestand aus Leadsänger und Keyboarder Felix Cavaliere, Sänger und Perkussionist Eddie Brigati, Schlagzeuger Dino Danelli sowie Gitarrist und Sänger Gene Cornish. Cavaliere und Brigati schrieben den Großteil des eigenen Materials der Rascals.

Felix Cavaliere erhielt bereits von seiner Mutter klassischen Klavierunterricht, als er während seines Studiums an der Syracuse University in Syracuse/New York, östlich von Rochester, die Doo-Wop-Gruppe The Escorts (nicht die gleichnamige R&B-Gruppe) gründete. 1964 nahm Cavaliere einen Job bei Joey Dees Begleitband, den Starliters an, wo er den Starliter David Brigati kennenlernte. Als die Gruppe im Choo Choo Club in Garfield spielte, lernte Cavaliere Brigatis jüngeren Bruder Eddie kennen, der in die Fußstapfen seines Bruders treten wollte.

In einem Interview mit dem Journalisten Don Paulson sprach Cavaliere über seine erste Begegnung mit dem jüngeren Brigati: „Ich sah einen kleinen Jungen hereinkommen. Er sah nicht alt genug aus, um allein das Haus zu verlassen. Er ging immer in den [Choo Choo] Club und egal, wer sang, er ging auf die Bühne und überwältigte alle mit seiner Stimme. Wir beeindruckten uns gegenseitig. Er kam ab und zu vorbei, und ich liebte es, seinen Gesang zu begleiten. Ich sagte ihm, dass wir eines Tages zusammenkommen würden.“

Der kanadische Gitarrist Gene Cornish verließ Anfang 1965 seine Band The Unbeatables, deren Frontmann er war, um sich den Starliters anzuschließen. Nach seiner Begegnung mit Cornish überzeugte Cavaliere aufgrund seines Interesses an einer eigenen Band sowohl Cornish als auch (Eddie) Brigati, Dees Begleitband zu verlassen und mit einem alten Bekannten, dem Jazz-Schlagzeuger Dino Danelli, eine neue zu gründen.

Die Gruppe kam im Choo Choo Club auf den Namen Rascals. Vor dem Namen Rascals hatten sie bereits den Namen Them verwendet. Da es in Großbritannien eine andere Gruppe, zu der auch Van Morrison gehörte, gab, die den Namen Them verwendete, ließen sie diesen Namen fallen und erfanden mit Hilfe des TV-Comedy-Stars Soupy Sales, den sie über ihren Manager Billy (Amato) Smith kennengelernt hatten, den Namen The Rascals.

The Rascals waren Sales‘ Begleitband, die in den ersten Monaten des Jahres 1965 durch lokale Colleges tourte. Anfangs begannen die Rascals in Cavalières Haus in Pelham Manor/New York, östlich von Yonkers zu proben, und dann im Choo Choo Club, hauptsächlich weil dieser in der Nähe von Brigatis Zuhause lag und sie eine Bühne brauchten.

Später im Mai 1965 wurden sie unter der Leitung ihres Managements Billy (Amato) Smith für ein Sommerengagement bei der Eröffnung von The Barge engagiert, einem schwimmenden Club an der Dune Road in Westhampton Beach/New York. Sie ließen sich in dem Club im Osten von Long Island nieder und entwickelten dort ihren gemischten R&B-Soul-Sound, der auf Cavalières Orgel und gefühlvollem Gesang basierte und hauptsächlich aus traditionellen R&B-Covern bestand.

Das Quartett hatte keinen offiziellen Bassisten, da Brigati außer Schlagzeug keine Musikinstrumente spielen konnte (selbst als die Band ihm 1967 einen Fender Mustang Bass kaufte) und die Rascals bei der Vierer-Formation bleiben wollten. Cavalières Orgelpedale (und später Session-Bassisten wie Chuck Rainey bei Studioaufnahmen) übernahmen die Bassparts.

Im August 1965 stellte Manager Billy (Amato) Smith, der sie zu Beginn ihrer Musikkarriere als Rascals entdeckt hatte, im Barge Club die Gruppe Sid Bernstein vor, einem Impresario, der damals dafür bekannt war, die British Invasion zu fördern und berühmte britische Bands wie die Beatles und die Rolling Stones nach Amerika zu bringen. Um die Band zu promoten, entwickelten Bernstein und Smith den Werbegag, den Satz „The Rascals are coming!“ an der Anzeigetafel des Shea Stadiums zu posten, zeitgleich mit dem Vorprogramm der Fab Four zu ihrer Nordamerika-Tournee 1965. Beatles-Manager Brian Epstein ordnete an, den Post zu entfernen, bevor seine Band die Bühne betrat.

„Viele Leute, die keine Bilder von ihnen gesehen hatten, hielten sie [die Rascals] für eine R&B-Band. Ich spürte etwas Großes in ihnen, als ich Billy (Amato) Smith dankte.“– Sid Bernstein

Dieses Ereignis verhalf der Gruppe zu einem 15.000-Dollar-Vertrag mit Atlantic Records, einem Label, das hauptsächlich schwarze Künstler vertrat. Damit war sie die erste rein weiße Band, die bei Atlantic unter Vertrag genommen wurde. Bernstein managte sie die nächsten fünf Jahre mit Billy (Amato) Smith als PR- und Promotion-Berater. Der Vertrag sah auch vor, dass die Band ihre Platten selbst produzieren durfte. Es kam jedoch zu Problemen, als sie herausfanden, dass eine andere Gruppe, die Harmonica Rascals von Borrah Minnevitch und Johnny Puleo, Einwände gegen die Veröffentlichung ihrer Platten unter dem Namen The Rascals hatte. Um Konflikte zu vermeiden, beschloss Bernstein, die Gruppe in The Young Rascals umzubenennen, möglicherweise weil alle Mitglieder unter 25 waren.

Kommerzieller Erfolg und Songwriting-Entwicklung
Die Besetzung mit Brigati als Leadsänger, Cavaliere an der Orgel, Cornish an der Gitarre und Danelli am Schlagzeug war bereits auf der Debütsingle der Young Rascals, dem Pam Sawyer/Lori Burton-Song “I Ain't Gonna Eat Out My Heart Anymore“, zu hören, der bei ihrem ersten Fernsehauftritt in der Sendung “Hullabaloo“ am 24. Februar 1966 aufgeführt wurde. Der Song erreichte in Kanada jedoch nur # 23 und schaffte es nicht in die Top 40 der US-Charts.

Nach dem bescheidenen Erfolg von “Eat Out My Heart Anymore“ übernahm Felix Cavaliere den Leadgesang auf ihren nachfolgenden Platten, beginnend mit dem Nachfolgetitel “Good Lovin'“, das ursprünglich 1965 von Lemme B. Good and The Olympics aufgenommen wurde, mit demselben Arrangement und anderem Text als das Original.

Ironischerweise war David Brigati der Leadsänger der Starliters gewesen, hatte aber nie Hits. Nachdem Joey Dee mit “The Peppermint Twist“ einen Hit landete, übernahm er den Leadgesang. Die Geschichte wiederholte sich, als Felix Eddie als Leadsänger der Rascals ablöste. Sie sangen “Good Lovin‘“ in der “Ed Sullivan Show“. Die Version der Young Rascals wurde ihr erster # 1-Hit in Kanada und USA.

Kurz darauf erschien ihr gleichnamiges Debütalbum, das hauptsächlich aus Garage-Rock-Interpretationen von Folk-Rock (“Just a Little“ und “Like a Rolling Stone“) und Soul-Songs (“Mustang Sally“ und “In the Midnight Hour“) bestand. Nur ein einziger Song, “Do You Feel It“, stammte von Cavaliere und Cornish. Die Young Rascals erreichten # 15 der Billboard Top LPs und # 10 der Cashbox-Charts. Das Album wurde von der RIAA mit Gold ausgezeichnet. Von da an begann die Songwriting-Partnerschaft zwischen Felix Cavaliere und Eddie Brigati zu florieren. Cavaliere schrieb die Musik und die Themen, Brigati die Verse mit dessen Hilfe.

Ihr zweites Album, “Collections“, enthielt auf elf Titeln vier Cavaliere/Brigati-Songs und zwei eigene Songs aus Cornwall.

Die Nachfolger ihres # 1-Songs, “You Better Run“ – später 1980 von Pat Benatar gecovert – und “Come On Up“, schnitten nicht so gut ab wie ihre Vorgänger (erreichten # 20 bzw. # 43).

Die Band gab ihr UK-Debüt am 01. Dezember 1966 im Londoner Club The Scotch of St. James. Paul McCartney besuchte das Konzert und war von der Band so begeistert, dass er auch am folgenden Abend ihr Konzert im Blaises Club besuchte. Als The Rascals im Winter 1966 im Blaise Club von London auftraten, gehörten die Beatles und die Stones zu den Stammgästen.

In der Zwischenzeit begann Cavaliere eine Beziehung mit der Highschool-Schülerin Adrienne Bechurri. Ihre Beziehung inspirierte ihn 1967 dazu, mehrere Songs zu schreiben, darunter das Top 20-Stück “I’ve Been Lonely Too Long“, das Top 10-Stück “How Can I Be Sure“ und “Groovin‘“, ihr zweiter # 1-Hit. “Groovin‘“ mit seinem entspannten Sound und afrokubanischem Groove stieß bei Atlantic-Chef Jerry Wexler auf einigen Widerstand. “I’ve Been Lonely Too Long“ und das Jazz-beeinflusste “A Girl Like You“ sprachen über die Vorteile einer Beziehung gegenüber der Einsamkeit, aber das introspektive “How Can I Be Sure“ mit Brigatis Leadgesang drückte Zweifel an der Liebe aus, wie etwa Cavalieres widersprüchliche Gefühle gegenüber Bechurri.

Alle diese Songs wurden auf dem Album “Groovin‘“ veröffentlicht, auf dem die meisten Stücke von Cavaliere/Brigati geschrieben wurden. Bruce Eder, Autor für AllMusic, bezeichnet “Groovin'“ als das beste Album der Rascals und lobt den gefühlvollen Kern und die innovative Verwendung von Jazz- und Latin-Instrumentalarrangements.

Für “Groovin'“ engagierten die Young Rascals erstmals externe Musiker und holten sich wichtige Partner wie Chuck Rainey, Hubert Laws und David Brigati, um ihren Sound zu erweitern. Insbesondere David Brigati unterstützte die Band seines Bruders auch bei der Gestaltung von Vokalharmonien und Gesangsuntermalung auf vielen Rascals-Platten. Die Band, insbesondere Cavaliere, wollte sich von ihrem „Single-Act“-Label lösen und sich mehr als „Album-Act“ etablieren – etwas, das Ende der 1960 er Jahre für immer mehr Künstler üblich wurde.

Das 1968 erschienene Album “Once Upon a Dream“ ist ein Beispiel für diesen Wandel, denn es war das erste Rascals-Album, das von Anfang an als Album konzipiert war und nicht nur als Plattform für die Veröffentlichung ihrer Singles (acht der elf Songs von Groovin waren als Single-A- oder B-Seiten erschienen, die meisten vor dem Album). “Once Upon a Dream“ verwendete auch indische Musik und fügte orientalische Instrumente wie Sitar, Tamboura und Tabla hinzu. David Brigati hatte einen Gastauftritt auf dem Album und sang die Leadstimme des Titeltracks. Das psychedelische “It’s Wonderful“ erschien vor dem Album, doch sein anderer Stil im Vergleich zu ihren früheren Singles beeinträchtigte seine Verkäufe, und die Single erreichte nur # 20. Der Albumsong “My Hawaii“ wurde ein Top-Hit in den hawaiianischen Charts.

Mit der Single “It’s Wonderful“ bezeichnete sich die Band zum letzten Mal als The Young Rascals; von da an waren sie einfach als The Rascals bekannt.

Ihre erste offizielle Single als The Rascals war das optimistische “A Beautiful Morning“ von 1968, das # 3 erreichte.

International erfreute sich die Band in Kanada großer Beliebtheit, wo “A Girl Like You“, “How Can I Be Sure?“ und “A Beautiful Morning“ jeweils # 1 erreichten. In Großbritannien taten sie sich jedoch schwer und erreichten nur zweimal die Top 75: mit “Groovin‘“ (# 8) und “A Girl Like You“ (# 35).

“Time Peace: The Rascals’ Greatest Hits“, Mitte 1968 veröffentlicht, führte die US-Albumcharts an und wurde das meistverkaufte Album der Gruppe. Im selben Jahr wurde “People Got to Be Free“, ein von Bläsern untermaltes Plädoyer für Rassentoleranz (die Band war dafür bekannt, dass sie sich weigerte, auf Konzerten mit Rassentrennung zu touren), nur wenige Monate nach der Ermordung von Martin Luther King Jr. und Robert F. Kennedy, ihre dritte und letzte # 1-Single in den USA und ihre sechste und letzte # 1-Single in Kanada. Es war zugleich ihr letzter Top 10-Hit in den USA, obwohl sie in den folgenden Jahren in Kanada unter den Top 10 blieben.

1969 veröffentlichten die Rascals das Doppelalbum “Freedom Suite“. Ein Album mit einer LP mit „konventionellen“ Liedern und einer anderen mit Instrumentalstücken, das laut Richie Unterberger den endgültigen Wechsel der Band hin zu anspruchsvolleren Alben darstellen sollte. Doch “Freedom Suite“ war ihr letztes Top 40-Album und erreichte # 17. Brigatis Beiträge zum Songwriting wurden auf diesem Album zugunsten von Cavalières Solokompositionen und seinem Gesang reduziert. Auf “Freedom Suite“ sang er nur bei zwei Songs die Hauptrolle. Brigatis Beteiligung nahm auf späteren Alben noch weiter ab.

Kommerzieller Niedergang (1969–1972)
Es folgten “A Ray of Hope“, “Heaven“, “See“ und “Carry Me Back“, die Ende 1968 und 1969 allesamt bescheidene US-Hits für die Band waren; sie schafften es in die Top 40, aber keiner kam über Platz 24 hinaus. In Kanada hingegen waren die Rascals weiterhin große Stars; alle diese Songs landeten in den Top 10 und komplettierten damit eine Serie von elf aufeinanderfolgenden kanadischen Top 10-Hits der Rascals von 1967 bis 1969. “Hold On“ vom Dezember 1969 beendete die Serie der Top 40-Singles der Rascals in den USA und blieb auf # 51 stehen, ebenso wie die Serie der kanadischen Top 10-Hits mit # 22.

Brigati verließ die Gruppe 1970, gefolgt von Cornish 1971. Ihr letztes Rascals-Album war “Search and Nearness“ (# 198 in den USA). Es enthielt Brigatis Leadgesang auf dem aus Cornwall stammenden “You Don't Know“, einem Cover des Box Tops-Hits “The Letter“ und Schlagzeuger Danellis Komposition “Fortunes“. Die einzige Singleauskopplung des Albums, die in die Charts kam, war das spirituell angehauchte “Glory, Glory“ (# 58 in den USA, # 40 in Kanada) mit Backing Vocals von The Sweet Inspirations.

“Search and Nearness“ war das letzte Album der Rascals bei Atlantic Records. Cavaliere und Danelli wechselten Mitte 1971 mit der Band zu Columbia Records. Cavaliere wandte sich für die nächsten beiden Alben der Rascals, die Doppel-CD “Peaceful World“ (US # 122) und “The Island Of Real“ (US # 180), stärker dem Jazz und Gospel zu. Robert Popwell und Buzzy Feiten spielten Bass und Gitarre, und Annie Sutton und Molly Holt kamen als neue Sängerinnen hinzu. Diese Alben verkauften sich nicht so gut wie ihre früheren Werke, und keine der dazugehörigen Singles erreichte mehr als # 95 in den US-Charts. Gegen Ende 1970 stieß Danny Weis als Ersatz für Feiten an der Gitarre dazu. Feiten ersetzte Weis dann erneut, bevor sich die Gruppe auflöste.

Gruß
Heino
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