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Was ist ein Original - Sammler-Diskussion

 
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Was ist ein Original - Sammler-Diskussion
Autor Nachricht
Gerd Miller



Anmeldedatum: 17.09.2008
Beiträge: 18587
Wohnort: Wien

Beitrag Was ist ein Original - Sammler-Diskussion Antworten mit Zitat
Im Beitrag "Coverversionen von Teddy Palmer"
http://www.rocknroll-schallplatten-forum.de/viewtopic.php?t=2412
habe ich den Begriff "Originalveröffentlichung" verwendet, worauf unser Forums-Mitglied "country" die Frage stellte was darunter zu verstehen ist. Ich versuchte darzustellen, wie ich diesen Begriff verstehe, was zu folgender Antwort von Thorsten führte:
Zitat:
Moin moin,

da ich mit dem Begriff "Original" auch schon öfters in Mißverständnisse geschliddert bin, verwende ich nur noch die Begriffe "Erstveröffentlichung" und "Erstpressung", da beide Begriffe selbsterklärend sind.

Eine erste Veröffentlichung einer Übernahme auf den USA bspw. wäre demnach eine "deutsche Erstveröffentlichung" und könnte rein theoretich Jahre später erfolgen, wenn der entsprechende Song erst mit Verspätung von einer deutschen Plattenfiirma auf den Markt gebracht wurde.

Die Reissue-Serien können auch eine "Erstpressung" und "Nachpressungen" haben, aber niemals eine
"Erstveröffentlichung".

Thorsten


Da diese Diskussion nicht zum Thema "Coverversionen von Teddy Palmer" paßte, habe ich sie in den Bereich "Private Nachrichten" verlegt:
Zitat:
Hallo Thorsten!
Da sonst der themenfremde Teil zu lange wird komme ich auf diesem Wege zu Dir.

Deine Diktion ist recht schön und gut aber wie bezeichnest Du beispielsweise "Chantilly Lace" von Big Bopper auf MERCURY. Es ist weder eine "Erstveröffentlichung" noch eine "Erstpressung". Bei Letzterem kann man ein Auge zudrücken, wenn man sich auf's Label bezieht. Für mich ist die MERCURY jedenfalls genauso ein "Original" wie die Erstveröffentlichung auf D

Es ist nicht einfach, wenn man's doppelt nimmt

Schönen Abend nach Bremen
Gerd


Hier die Antwort von Thorsten:
Zitat:
Hallo Gerd,

ich kann deine Fragestellung nicht verstehen, weil ich zwar den Song aber nicht diese Platte kenne... Verzeih dem Spätgeborenen )

Falls ich richtig vermute, dass der Song bei verschiedenen Plattenfirmen veröffentlicht wurde, dann gäbe es immer noch nur eine "Erstveröffentlichung", aber bei jedem Label eine "Erstpressung" und für die letzteren beliebig viele Nachpressungen, die sich durch Variationen von Label- oder Coverartwork kenntlich machen.

Ein "Rih-Ischuh" ist ja keine Nachpressung, sondern eine Wiederveröffentlichung.

Alle Klarheiten beseitigt?

Sonnige Grüße
von
Thorsten


Dazu wieder meine Stellungnahme:
Zitat:
Hallo Thorsten!
In den Fünfzigern (vielleicht ist es auch heute noch so) kam es sehr oft vor, dass ein kleines Label einen Titel veröffentlichte und ein potenteres Label daran Gefallen fand und für eine größere Verbreitung die Titel übernahm. Es gab unter anderem auch noch folgende Variante die besonders DOT pflegte: Es wurden kleine Labels installiert, offiziell waren es unabhängige Label-Gründungen, die die Wirkung des Songs testeten. Kam er gut an, wurde er auf dem Mutterlabel nochmals veröffentlicht.
Vielleicht war "Chantilly Lace" ein schlechtes da nicht so bekanntes Beispiel. Ich versuche es mit weiteren vielleicht bekannteren Beispielen:
ROBIN LUKE "Susie Darlin'" (BERTRAM INT. 206, erst dann DOT 15781)
BRYAN HYLAND "Ittsy Bitsy Teenie Weenie ....." (LEADER 805, erst dann KAPP 342)
BUDDY KNOX "Party Doll" (TRIPLE-D 797, erst dann ROULETTE 4002)
THE ROCK-A-TEENS "Woo-Hoo" (DORAN 3515, erst dann ROULETTE 4192)
THE RAYS "Silhouette" (XYZ 102, erst dann CAMEO 117)
Man könnte das fast endlos fortsetzen, aber am bekanntesten sind wohl die fünf SUN-Singles von Elvis, die allesamt auf RCA Victor nochmals veröffentlicht wurden.
Alle diese Titel kamen nur mit der "Zweitpressung" in die Charts. Der Begriff "Zweitpressung" wird aber unglücklicherweise immer mit dem unprofessionellen Begriff "Repro" in Zusammenhang gebracht, was aber bei den hier genannten Fällen keinesfalls stimmt. Das ist bei diesen Fällen das große Diktions-Problem.

Wie auch immer, vermutlich kennst Du "Chantilly Lace" von Jerry Lee, der diesen Titel Jahrzehnte später wieder hervorgeholt und für sich adaptiert hat. Hier der Beitrag über Autor und Original-Interpret, der Dir nach der Lektüre als Musik-Historiker vermutlich nicht mehr so unbekannt erscheinen wird:
http://www.rocknroll-schallplatten-forum.de/viewforum.php?f=213

Schöne heißen Tag aus Wien
Gerd

Jetzt war wieder Thorsten dran:
Zitat:
Moin moin Gerd,

jetzt habe ich verstanden, worauf du hinauswillst.

Das ist kein 50er Jahre-Phänomen, sondern das findet man selbst im CD-Zeitalter des neuen Jahrtausends immer wieder, dass eine Band ihre ersten Aufnahmen auf einem kleinen Label herausbringt, damit Erfolg hat, dann von einem Major eingekauft wird, der dann das Erstlingswerk unter eigener Flagge neu auf den Markt bringt.

Streng genommen wäre das dann keine "Erstveröffentlichung" mehr.

In diesem Falle würde ich aber auf eine Perspektive zurückgreifen, die ich auch schon innerhalb der Diskussion um das Thema "Welches waren die ersten Rockabilly-Aufnahmen?" ins Spiel gebracht habe: Die Perspektive des Konsumenten. Für den ist die Major-Veröffentlichung die "wahrgenommene Erstveröffentlichung", weil sie die Ur-Fassung gar nicht kennen konnten, wenn womöglich nur wenige Exemplare davon gepresst worden waren. Mir sind Beispiele bekannt, wo Fans für solchen Embyonal-Pressungen hunderte von Euro auf den Tisch legen, weil vielleicht nur 200 Stück davon hergestellt wurden.

Auf deine Beispiele bezogen: Ich würde in diesen Fällen immer beide Bestellnummern als "Erstveröffentlichungen" nennen, mit der jeweiligen Fußnote, dass die Major-Veröffentlichung kurze Zeit nach der Independent-Veröffentlichung erfolgt ist. Ganz pragmatisch aus dem Grund, dass die meisten Sammler nur die Major-Ausgabe kennen und ohne diese Zusatzinformationen völlig verwirrt wären, wenn plötzlich ein anderes Label und eine andere Bestellnummer aufscheint.

Gegenbeispiel: Für die frühen Elvis-Singles sind einzig und allein die SUN-Singles die "Erstveröffentlichungen", auch wenn die RCA die Rechte daran mit eingekauft hat und die Songs dann unter eigenem Logo wieder auf den Markt gebracht hat. Ebenso verhält es sich bei den frühen Beatles-Aufnahmen mit den amerikanischen Veröffentlichungen bei VeeJay und später bei Capitol.

Auch wäre es keine "Erstveröffentlichung plus" mehr, wenn der Interpret seine alten Songs für die neue Plattenfirma erneut aufgenommen hat, um Vertragsschwierigkeiten aus dem Weg zu gehen.


Als Abschluß hat Thorsten dann noch Folgendes geschrieben:
Zitat:
Eigentlich schade, dass wir diese interessante Diskussion jetzt privat führen, weil es bestimmt auch noch weitere Meinungen und knifflige Fallbeispiele gibt. Meinetwegen, kannst du diese Mails gern in einem Thread im Forum veröffentlichen...

Sonnige Grüße gibts heute nicht, es schifft unentwegt, aber nach der wochenlangen Dürre freut man sich sogar darüber

Thorsten


Das hat mich dazu veranlaßt diese Diskussionsbeiträge öffentlich zu machen, um weiteren Forums-Mitglider die Möglichkeit zu geben, sich an dieser Diskussion zu beteiligen
Keep Searchin'
Gerd


Zuletzt bearbeitet von Gerd Miller am Fr Jun 08, 2012 8:13 pm, insgesamt einmal bearbeitet
Di Mai 31, 2011 5:33 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
country



Anmeldedatum: 14.02.2011
Beiträge: 198
Wohnort: Frankfurt am Main

Beitrag Antworten mit Zitat
Gerd hat in seinen Ausführungen schon darauf hingewiesen, dass es Aufnahmen gibt, die ursprünglich auf einem kleinen unbekannten Label veröffentlicht wurden. Die "Majors" wurden zumeist auf diese aufmerksam, wenn sie durch das Spielen in regionalen Radiostationen zu einem gewissen Bekanntheitsgrad kamen. Dann versuchten sie diese Aufnahmen auf ihrem eigenen Label "nation wide" zu vertreiben. Dot ist da ein gutes Beispiel. Als intensiver 45 rpm-Sammler habe ich natürlich alle Joe Whitburn-Publikationen. Wenn man die Top-Pop-Singles der "Billboard" in diesen Büchern nachliest, so wird man einige Platten finden, die ursprünglich also "originally issued by..." finden. Für mich sind das die Original-Labels auf denen ein bestimmter Song zu erst erschien. Leider sind die Stückzahlen sehr gering, so dass man sie kaum bekommen konnte zumal man eigentlich erst durch die Veröffentlichung auf einem der Major-Labels darauf aufmerksam wurde. Ich selbst habe eigentlich nur eine Platte (Itsy Pitsy Teeny...von Brian Hyland auf Leader, später wurde sie auf Kapp "nation wide" vertrieben) und ein Repro Danny and The Juniors "At The Hop" auf Singular, später auf ABC-Paramount erschienen). Im Ausland wurde das kaum wahrgenommen, weshalb beispielsweise bei den LONDON-Platten immer das Label genannte wurde, welches die Rechte zu letzt hatte. Beispiel: "Come Go With Me" Del Vikings, Auf der deutschen London-Platte steht "recorded by Dot". In Wirklichkeit hatte Dot diese Aufnahme von FEE BEE Records übernommen. In UK wurde dagegen Brian Hyland´s "Bikini" auf London korrekt als "recorded by Leader" wieder gegeben.
Interessant bei dieser Gelegenheit ist auch, dass schon ganz früh (anfang der 60iger Jahre) Künstler begannen, ihre früheren "Werke" beim Wechseln der Plattengesellschaft mitzunehmen. Paul Anka ist da ein Beispiel. Seine ABC-Aufnahmen wurden beim Wechsel zu RCA von ihm selbst vermarktet, weshalb "Diana" nochmals für RCA eingespielt wurde, sehr zum Leidwesen junger Radioredakteure, die immer glauben die RCA-Aufnahme sei das Orginal. Im Country-Bereich war es Buck Owens der alle seine Capitol-Aufnahmen mitnahm. Inzwischen haben sich die Sinatra-Erben ebenfalls aufgemacht, seine Reprise-Aufnahmen selbst zu vermarkten. Auch die Bee Gees haben das gleiche getan. Ihre alten Polydor/RSO-Aufnahmen erscheinen jetzt bei Warner Records. Das "Ganze" ist inzwischen schon eine Wissenschaft für sich.
Di Mai 31, 2011 6:09 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
DieterM



Anmeldedatum: 06.03.2005
Beiträge: 25486

Beitrag Antworten mit Zitat
Bei Brian Hyland und Leader ist es klar, weil Leader ein Sub-Label
von Kapp Records zur Vermarktung junger Talente war. Da hat sich
Jack Kapp sicherlich aus dem fenster gelehnt, um auf London den
Schriftzug Leader (anstelle von Kapp) zu vermarkten.

Bei Bertram International ging der Deal an DOT, weil Hawaii noch
nicht ganz als Staat eingegliedert war.

ABC Paramount übernahm beispielsweise auch viele "fertige"
Produktionen. Deshalb gab es die Singular-Single von Danny And
The Juniors auch ein paar Tage, bis durch den ABC-TV-Auftritt (fest verbunden
mit dem ABC-Paramount-Deal) "At The Hop" neu auf dem größeren
Label herauskam.

Mister Anka nahm viele frühe Songs bei RCA Victor neu auf (das
mit den Rundfunkmoderatoren und den falschen Facts stimmt -
noch letzte Woche "falsch" benannt: "Diana" kam aus 1962 -
nun denn, wenn´s sein muss...)
Di Mai 31, 2011 6:58 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
country



Anmeldedatum: 14.02.2011
Beiträge: 198
Wohnort: Frankfurt am Main

Beitrag Antworten mit Zitat
@Thorsten

[quote:..."Ebenso verhält es sich bei den frühen Beatles-Aufnahmen mit den amerikanischen Veröffentlichungen auf VeeJay uns später bei Capitol".
Das ist m.E. nicht richtig. Die Beatles nahmen für EMI auf. Die Aufnahmen erschienen auf "Parlophone" Records (später auf deren eigenem Label "Apple") einer Untermarke der EMI. Hier ist im Bezug auf US-Veröffentlichung das gleiche passiert, was weit aus mehr in umgekehrter Richtung passiert ist, nämlich eine europäische Plattenfirma hat ihre Partner gebeten eine ihrer Aufnahmen in den USA zu veröffentlichen. EMI hatte anfangs der 60iger das "Stateside"-Label als Konkurrenz zu LONDON ins Leben gerufen und sie veröffentlichte in UK und Europa eben auch Aufnahmen auf diesem Label von Vee Jay und Swan. Nachdem die eigentliche EMI-Filiale Capitol bei den Beatles zunächst "abgewunken" hatte, blieb der EMI nichts anderes übrig als die beiden genannten Partner zu bitten, die ersten Beatles-Aufnahmen in den USA zu veröffentlichen, was sie auch taten. Im Falle Vee Jay, wurde darüberhinaus sogar noch deren Untermarke "Tollie" eingesetzt. Erst nachdem sich ein riesen Erfolg einstellte, wurde man im "Capitol-Tower" in Hollywood wach und bat nun die englische "Mutter" doch bitteschön die Beatles auf Capitol zu veröffentlichen, was auch von da ab geschah mit dem Zusatz "Recorded in England". Parlophone, das Orginallabel wurde von Capitol nicht erwähnt. Diese Übernahmen europäischer Aufnahmen gab es schon viel früher. Die US-DECCA mit der DGG in Deutschland (Brunswick) verbandelt, übernahm einige Aufnahmen von Caterina Valente, dem "Schrägen Otto" und Bert Kämpfert mit dem Zusatz auf den Singles/LP´s "Recorded in Germany by Deutsche Grammophon/ Polydor-Series". Anderes Beispiel Cliff Richards´ Columbia-Aufnahmen erschienen in den USA auf Epic, ABC-Paramount und Capitol u.a.
Ist also nicht vergleichbar mit den Übernahmen Major-US-Labels von US-Indies.
Di Mai 31, 2011 6:59 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
hans peter chromy



Anmeldedatum: 11.08.2007
Beiträge: 1274
Wohnort: wien-österreich

Beitrag Erstveröffentlichung Antworten mit Zitat
hallo thorsten+++ viele viele rock n roller haben im laufe vieler jahre und vielen label wechsel
ihren hit oder ihre hits neu aufgenommen+ z.b. jerry lee lewis mit --great balls of fire -
auf sun records -das ist das original+ die erste veröffentlichung des titels+ im laufe der jahre
hat jerry diesen titel neu aufgenommen- dann ist z.b. dieser titel auf smash records
eine erstveröffentlichung auf dem label -smash- neu aufgenommen++ aber keine original
aufnahme+++ liebe grüsse hans peter
Mi Jun 01, 2011 3:42 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Tessy



Anmeldedatum: 12.08.2005
Beiträge: 41
Wohnort: Sassenburg bei Gifhorn

Beitrag Antworten mit Zitat
Also ich halte die Bezeichnung "Originalpressung" (evt mit ca. Jahresangabe) durchaus für sinnvoll.
Neben den kleinen Labels deren Aufnahmen von den Majors übernommen wurden, gibt es beim Thema "Erstpressung" für viele ein deutlich größeres Problem:

Ich habe von einigen Platten sehr unterschiedliche US Pressungen (alle mit gleichem Label und Masternummer und alle "Alt").
Teilweise ist der Titel mal dick mal Dünn geschrieben (meist West- und Ostküstenpressungen) oder es wechselt seltener auch mal eine Info bei den Copyrights (wirkliche Erst- und Zweitpressungen wo evt. ein Fehler korrigiert wurden - evt. ist die "Zweitpressung" auch nur bei einem Hit 2-3 Monate älter.

Oder die einfachen Label Änderungen im Laufe der Jahre (die viele ja von Elvis RCA Singles kennen, aber bei anderen Labels ebenso stattfanden).

Sind alles alte Originalpressungen, bei minimalen Abweichungen wo keiner so genau weiss, welche die Ältere ist, auch gleichviel Wert, bei Labelveränderungen sind die "Zweitpressungen" etwas Billiger, aber trotzdem ist eine Zweitpressung aus 1958 natürlich deutlich wertvoller als eine Zweitpressung der gleichen Platte aus 1966.
Wobei 90% der Sammler vielleicht die Erstpressung niemals zu sehen bekommen und eine zeitnahe "Zweitpressung" nach Thorstens Definition dann plötzlich eine "Erstpressung" wäre.

Very Happy
Mi Jun 08, 2011 3:21 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
tbirdrock59



Anmeldedatum: 16.08.2011
Beiträge: 6
Wohnort: welzheim

Beitrag zu was ist ein Original Antworten mit Zitat
hallo Ihr

Habe die Rubrik Was ist ein Original(Erst oder Zweitveröffentlichung u.s.w.)gerade gelesen.Ich denke Ihr habt alle irgendwie Recht.Denke aber dabei an die Tatsache,das seinerzeit die Musikindustrie
so richtig ins rollen kam,und Damals wie Heute ihre Interpreten erstmal in Form von(na klar was sonst)Vinyl in vielen Radiostationen und Plattenläden vorstellten um zu Testen, ob Ihre Sänger oder Bands beim Publikum ankamen.Da wurden schon etliche Platten gepresst bevor sie nach ner bestimmten Zeit auf den Markt geworfen wurden,und erst dann wurds Komerziell und man Kaufte dann seine Platten(Erst oder Zweitpressung liegt Auge des Betrachters).

nochn Grüßle aum Schwobaländle

Udo
Sa Aug 20, 2011 1:27 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Gerd1



Anmeldedatum: 23.05.2009
Beiträge: 209
Wohnort: Essen

Beitrag masternummer und matrixnummer Antworten mit Zitat
hallo.. hier mal ein frage.. wahrscheinlich einfach zu beantworten von den experten hier im forum.
Was ist der unterschied zwischen der Matrixnummer und der Masternummer ????????
die matrixnummer findet man in der auslafrille oder im sogenannten dead-wax im vinyl.. alles richtig..
aber wo liegt der unterschied zwischen matrix und master-nummer ???

Viele Grüße..
So Mai 27, 2012 2:32 am Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Gerd Miller



Anmeldedatum: 17.09.2008
Beiträge: 18587
Wohnort: Wien

Beitrag Antworten mit Zitat
Hallo Gerd1!
Eigentlich handelt es sich immer um dasselbe. Die Matrizen- bzw. Matrixnummer oder Masternummer sind nur unterschiedliche Bezeichnungen für jene Kennzeichnung mit der Aufnahmen quasi protokolliert werden. Sie könnnen sich sowohl gestempelt als auch geritzt in der Auslaufrille (deadwax) befinden oder/und auch auf dem Schallplatten-Label aufscheinen. Es gibt aber auch vereinzelt Schallplatten-Pressungen, die keine Matrix-Nummer aufweisen.
Die Bezeichnung Master-Nummer ist zumindest bei uns nicht sehr gebräuchlich, dafür kommt das Stammwort Master in Remastering vor, was die Änderung einer Matrix-Nummer bei einer späteren Wiederveröffentlichung bezeichnet. Zu einem Remastering kommt es in der Regel dann, wenn die Wiederveröffentlichung von einem neuen Presswerk hergestellt wird oder/und sich das Label geändert hat.
Viele Matrix-Nummern haben eine große Aussagekraft für alle möglichen Fakten. Für mich als zeitbezogenen Sammler sind zum Beispiel die Matrix-Nummern von RCA und MGM sehr aussagekräftig, da sie das Jahr der Aufnahme anzeigen. Da in extrem seltenen Fällen die Aufnahme liegenbleibt und erst etwas später mit der Original-Matrix-Nummer (unremastered) veröffentlicht wird, hat man in der Regel das Veröffentlichungsjahr.
Auch indirekt kann eine Matrix-Nummer einiges aussagen. Dazu muß man, um einige Beispiele zu nennen, wissen, dass bei Veröffentlichungen von DECCA, RCA, COLUMBIA etc. die Matrix-Nummer im deadwax immer gestempelt ist.

Als Scans ein Beispiel für Remastering. Eine COLUMBIA-Pressung (ZTSP) von 1960 und die Wiederveröffentlichung als RCA-Pressung von 1963 (PK4M-).
Eine Single, auf der das Wort "Master" aufscheint

Keep Searchin'
Gerd



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So Mai 27, 2012 12:12 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tessy



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Beitrag Antworten mit Zitat
Matrix- und Matrizennummer sind in vielen Fällen gleich.
Da die Presswerke für die richtige Zuordnung Ihrer erstellten Matrizen meistens die Matrixnummer verwenden.

Bei den Matrizennummern können zusätzlich noch weitere Buchstaben oder Zahlen zur Kennzeichnung des Presswerkes oder der Pressung (meist mit etwas Abstand zur eigentlichen Nummer) dazukommen.

Es gibt aber auch Presswerke, die gelegentlich als Matrizennummer nicht die Matrixnummer sondern die Bestellnummer der Platte verwenden. Das kommt besonders häufig bei Repros vor.

Allgemein wird die Matrix Nummer vom Label, zur Archivierung der Studiotakes verwendet, die Matrizennummer kommt vom Presswerk
So Mai 27, 2012 12:15 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Gerd Miller



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Beiträge: 18587
Wohnort: Wien

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Hallo Tessy!
Matrize ist das eingedeutschte Wort für Matrix, welches sich aus Matrizes, der lateinischen Mehrzahl für Matrix, gebildet hat.
Keep Searchin'
Gerd
So Mai 27, 2012 12:31 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tessy



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Beiträge: 41
Wohnort: Sassenburg bei Gifhorn

Beitrag Antworten mit Zitat
Hallo Gerd,
trotzdem sind die Matrix-Nummern auf dem Plattenlabel und in der Auslaufrille
in wenigen Fällen nicht identisch.

Danke für die Demensions Scans. Die weinrote RCA Ausgabe kannte ich noch nicht. Auch interessant zu sehen, das sich der Bandname wohl aus versehen im zweiten Buchstaben geändert hat.
So Mai 27, 2012 12:51 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
chrisz78



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Beiträge: 399
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Beitrag Antworten mit Zitat
Tessy, was Du meinst (die im Studio vergebene Bandnummer) ist die MASTER-Nummer, auf deutsch wie auf englisch. Die MATRIZEN-Nummer (die im Wax der Platte eingestanzte oder gravierte Zeichenfolge) heißt auf englisch MATRIX number, das ist also eine Übersetzung, kein Begriff mit anderer Bedeutung. Vor ca. 1940 ist jede Matrizennummer auch eine Masternummer, da mit verschwindend wenigen Ausnahmen direkt auf die Masterplatte (direct-to-disc) aufgenommen wurde, also ergab jedes Master (jeder Take) auch jeweils eine Matrize, die entsprechend durchnummeriert wurden.

Als Band- oder Lackfolien-Masteraufnahmen üblich wurden, benutzten die meisten Plattenfirmen ihr altes Nummernsystem einfach weiter, nur dass jetzt jede Masternummer einem Band/einer Folie (oder einem Abschnitt davon) entsprach, und nur noch die gelungenen und zur Veröffentlichung freigegebenen Takes auf wirkliche Platten-Matrizen überspielt wurden. Entsprechend fehlt den eingestanzten Matrizennummern dann oft die Take-Angabe (z.B. bei HMV und RCA), da es ja (meistens) nur einen einzigen Take in Plattenform gab. Stattdessen findet man (wie übrigens auch schon früher) zusätzliche Codes, die z.B. das Preßwerk, die laufende Nummer des Preßwerkzeugs (engl.: Stamper), das Veröffentlichungs- oder Herstellungsdatum und andere von Firma zu Firma unterschiedliche Details präzisieren.

Nach und nach kamen Matrizennummern im engeren Sinne bei den meisten Firmen "aus der Mode", stattdessen wird einfach die Katalognummer mit zugefügtem "A" und "B" als Stanzung/Ritzung im Wax benutzt. Das hat mit "Repro" nichts zu tun, abgesehen davon dass Repros immer aus späterer Zeit als die Originale stammen, also mit größerer Wahrscheinlichkeit späterer Herstellungsmode folgen. Aber auch Erstauflagen z.B. von Polydor- und Philips-Platten haben schon seit ca. 1956 nur noch Katalog-Seitennummern im Wax, wogegen die EMI noch bis Ende der 60er Jahre an separaten Matrizennummern festhielt, ebenso die Teldec. Irgendwann verschwinden die Matrizennummern (und damit die - wenn auch nicht 100% zuverlässige - Preisgabe der studio-internen Masternummern auf der fertigen Platte, zur Freude aller Amateur-Diskographen ohne Zugang zu Firmenunterlagen) jedoch von beinahe allen Veröffentlichungen, außer bei einzelnen winzigen Independent-Labels.
So Mai 27, 2012 6:23 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Gerd1



Anmeldedatum: 23.05.2009
Beiträge: 209
Wohnort: Essen

Beitrag x Antworten mit Zitat
hallo....ich bedanke mich für eure ausführlichen antworten.. vielen dank sagt Gerd 1
So Mai 27, 2012 8:30 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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