MARIA VON SCHMEDES - Bauern-Boogie auf Decca

 
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Discographie Maria von Schmedes

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Gepostet: 20.03.2019 - 13:19 Uhr  ·  #37
Welche Quellen habe ich bei der Erstellung der Schmedes-Discographie verwendet?


Ich hatte im Wesentlichen 3 Quellen:
1. Discographie der deutschen Kleinkunst, Band 4 (Bonn 1996) von Rainer Lotz und Andreas Masel. Hier wird auf Seite 1104 für die beiden Titel als Aufnahmedatum ca. 1952 angegeben.
2. Die „Diskographie der österreichischen Populärmusik“ von Wolfgang Hirschenberger und Herbert Parnes von 2013. Hier wird als Aufnahmedatum Feb. 1952 angegeben.
3. Eine Discographie zu Maria von Schmedes von Christian Zwarg. Hier werden die Titel nicht aufgeführt.
Die ersten beiden Quellen sind veröffentlicht, die Discographie von Rainer Lotz schon seit 23 Jahren. Warum sollte ich da einen „konfusen und unausgegorenen Rohentwurf einer Schmedes-Schellack-DG durch Dr. Rainer Lotz“ nehmen? Dieser Rohentwurf, auf den ich mich angeblich gestützt haben soll, ist mir völlig unbekannt. Diese Angabe ist frei erfunden. Offensichtlich ist dem Autor gar nicht bekannt, dass die Schmedes-Discographie von Dr. Rainer Lotz seit 23 Jahren veröffentlicht ist.
Warum wurden die beiden Aufnahmen von Maria von Schmedes falsch zugeordnet? Hauptsächlich wohl, weil die Matrizennummern fehlten. Dann ist eine zeitliche Zuordnung immer schwierig. Dieser Mangel ist mit der Diskussion hier im Forum behoben worden. Dafür vielen Dank. Ich werde die Angaben zu den Titeln „Eine rosarote Kuh“ und „Schuster, bleib bei deinen Leisten“ bei der nächsten Auflage korrigieren.
Viele Grüße
Wolfgang Schneidereit
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Re: MARIA VON SCHMEDES - Bauern-Boogie auf Decca

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Gepostet: 20.03.2019 - 19:21 Uhr  ·  #38
Recht hat der Wolf: Nicht von Lotz sondern von Hirschenberger kam der konfuse Datenunsinn (den ich deshalb in meine Datenbank gar nicht übernommen hatte, auch da hat Wolf recht!).

Dass ich irgend eine "Diskographie" für Wolf erstellt hätte im Sinne einer von mit abgesegneten Veröffentlichung ist dagegen unwahr - ich habe ihm großteils ungesichtetes Material aus meiner Datenbank zur Verfügung gestellt mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass es NICHT REDIGIERT und wahrscheinlich fehlerhaft ist. Im Grunde über weite Strecken nichts weiter als eine Reinschrift des glaubhaften Materials aus Lotz + Hirschenberger, mit wenigen Ergänzungen anhand von Platten in meiner eigenen Sammlung. Nicht druckreif, das stand von vornherein fest und habe ich Wolf auch nachdrücklich so kommuniziert. Er bestand trotzdem darauf, meine Daten haben zu wollen, also hat er sie bekommen. Sich jetzt aber darauf zu beziehen, wo es um Fehler in SEINEM Buch geht, ist eine Frechheit, denn nicht Druckreifes doch gedruckt hat ja schließlich er!

Weiterhin erhalte ich meine Beobachtung aufrecht, dass - wie jetzt von Wolf ja auch zugegeben - sein "Werk" lediglich eine Kompilation bereits anderswo veröffentlichter Daten darstellt. Denn öffentlich online zugängliche Archive, wie im jetzigen Beispiel das des DRA, wurden ja ganz offensichtlich nicht konsultiert, ebensowenig wie in Bezug auf einzelne Künstler / Firmen / Epochen spezialisierte Sammler, um z.B. bei Hirschenberger oder Zwarg fehlende Matrizen und falsche Daten zu korrigieren. Ganz zu schweigen von einer Ordnung des Materials in Form von Nummernlisten aller vorkommenden Labels und Zusammenstellung aller Versionen jedes Titels, um Fehler in Daten, Autorenangaben usw. auszumerzen. Diese Probleme waren Wolf von Anfang an bekannt, denn ich selbst habe sie ihm seinerzeit auseinandergesetzt, als er sein Projekt in Angriff nahm. Dass er nur abschreiben und nicht selbst forschen will, hätte mir ob seiner wenig begeisterten Reaktion wahrscheinlich klar sein müssen, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, in diesem Fall am Veröffentlichungstag.

1. Fazit: Eine brauchbare Diskographie deutscher Schellackplatten und Singles existiert nach wie vor NICHT, da alles Vorliegende lediglich voneinander abgeschrieben ist ohne den Versuch einer ernsthaften Recherche, wie sie z.B. hier im Forum tagtäglich geschieht.

2. Fazit: Ich werde in Zukunft keinerlei Daten mehr für derartige Buchprojekte zur Verfügung stellen, die lediglich dazu führen, den ohnehin kleinen Markt für diskographische Fachbücher mit weiterem Müll vollzustopfen, dessen frühere Auflagen (Leimbach, Lotz, Hirschenberger...) ja wahrscheinlich längst in den Regalen derselben enttäuschten Sammler verstauben, die jetzt wieder in denselben Mist, bloß im neuen Gewand, investieren sollen. Ernsthafte Forscher, die Fehler aufspüren und Lücken schließen wollen, statt sie bloß zu wiederholen, sind natürlich jederzeit herzlich willkommen.

Leicht frustriert und ziemlich enttäuscht grüßt aus Berlin

Chris
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