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Die TELDEC-Story

 
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Die TELDEC-Story
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Hardi



Anmeldedatum: 28.07.2006
Beiträge: 21123
Wohnort: Ocholt

Beitrag Die TELDEC-Story Antworten mit Zitat
Interessant für alle Schallplatten Sammler ist das neue Buch von Rüdiger Bloemeke:

Die TELDEC-Story

Musikliebhaber schwärmen für die Lieder ihrer Idole, Plattensammler betonen den Wert der Singles und LPs, die deren Kunst verewigen, legen darüber Diskografien an. Aber die wenigsten kennen die Entstehungsgeschichten, die zum Erfolg der Musikproduktionen führten. Im Hintergrund wirken immer Menschen und Firmen, die das Ergebnis ermöglichten. Solch eine Gesellschaft war die deutsch-englische TELDEC GmbH. Louis Armstrong und Elvis Presley, Vico Torriani und Caterina Valente, Lonnie Donegan und die Rolling Stones, Peter Maffay und Udo Lindenberg – es gab nur wenige bedeutende Musiker, deren Platten nicht von der TELDEC veröffentlicht wurden.

Vor 70 Jahren begann die Firma – damals noch als TELEFUNKEN-PLATTE –, von Nortorf (Schleswig-Holstein) aus Nachkriegsdeutschland mit Musikaufnahmen zu versorgen. Seit dem Zusammenschluss mit der englischen DECCA im Jahr 1950 in Hamburg entwickelte sie sich zu einem führenden Unternehmen, das halb Europa mit internationalen und nationalen Schallplatten belieferte und deutsche Musik in alle Welt exportierte. In der technischen Perfektionierung – von der Schellack-78er bis zum Direct Metal Mastering (DMM) – war das Nortorfer Presswerk führend.

Das Angebot der Labels TELEFUNKEN, DECCA, CAPITOL, LONDON, RCA, WARNER BROS., MCA, um nur die wichtigsten zu nennen, gab Impulse für die Jugendkultur und prägte unsere Gesellschaft bis in die 80er Jahre. Rüdiger Bloemekes Chronik „Die TELDEC-STORY. Wie eine Plattenfirma unser Leben veränderte“ schildert die spannende Geschichte vom Aufstieg und Untergang der TELEFUNKEN-DECCA SCHALLPLATTEN GmbH. Zugleich ist es die faszinierende Chronik über all die Künstler, die mit ihrer Musik und ihren Schallplatten unser Leben beeinflussten. Das Ergebnis ist ein Who’s Who der populären Kultur.

Nicht zuletzt durch die Erinnerungen zahlreicher Zeitzeugen wird die Schilderung zu einer einzigartigen Dokumentation der kulturhistorischen Entwicklung nach 1945.
284 Seiten, Hardcover, mit über 800 Abbildungen, 38 Euro
Voodoo Verlag, St. Dionys, 2018




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Zuletzt bearbeitet von Hardi am Mo Jul 09, 2018 3:04 pm, insgesamt einmal bearbeitet
Fr Jun 29, 2018 5:37 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
John22



Anmeldedatum: 13.03.2011
Beiträge: 61

Beitrag Antworten mit Zitat
Danke für den Tipp. Werde ich mir im Herbst kaufen. Veröffentlicht wird das Buch am 7.7.2018 unter ISBN 978-3-00-059698-8. Hier der Link zur Verlagsseite:

http://voodoo-verlag.com/?page_id=478
Fr Jun 29, 2018 9:17 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hardi



Anmeldedatum: 28.07.2006
Beiträge: 21123
Wohnort: Ocholt

Beitrag Die TELDEC-Story Antworten mit Zitat
Das Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
Richard Weize

Einleitung

1945: Wer braucht noch Schallplatten?

Vor 1945: „Die Fahne hoch... SA marschiert...“

Porträt Herbert Grenzebach

Hello „Capitol“, bye-bye Berlin

Zu neuen Ufern

Porträt Alexander Seeland

Anschluss an den Weltmarkt
Porträt Maurice Rosengarten

Innovationen und Modernisierung
Porträt Hans Lieber

Deutschland zwischen Schlager und Jazz

Neue Filme, neue Bücher, alte Märsche


Von der Tonbandaufnahme zur Schallplatte

Der Start der Langspielplatte
Porträt Sir Edward Lewis

Internationale Hits auf Schellack

Von der „denkenden Rille“ zur Single

„Neu für Deutschland: die 45er Platte“

„Die schlagen ein!“

Neue Platten, neue Labels


500 000 Vordrucke

Bill Haley und „Heideröslein“

„Volksausgabe musikalischer Kostbarkeiten“

„Flammen aus der Teldec-Fabrik“


Initialzündung durch LONDON


Erste LONDON-Singles


Capitol setzt sich durch

Walzer, Tangos und Polka

„Klingende Post“ – keine ExperimenteKasten

Know-how-Export nach Norwegen

Deutschland-Start der RCA mit Elvis Presley

Porträt Peter A. Ingwersen


PX-Läden als Motor

Von der Illustration zum Foto-Cover

Heinrich Pumpernickel mischt mit

Mit Adenauer in die Zukunft


„Wald und Wiese“ für GIs

Entscheidung im Plattenladen

Provinzialität und internationale Verträge


Für zwei Ohren: Stereo

Zweimal Gold für Billy Vaughn

Billy Mo „trifft ins Schwarze“

„Stars and Hits“

Glücksfall Caterina Valente

Aufpreis für Stereo

„Mit Sang und Bläserklang“


Die 60er Jahre

Auftritt Warner Brothers

Teldec führt bei amerikanischer Musik

„Musikalische Invasion“

Fernsehspot für Caterina Valente

Neue Manager, neue Künstler

Hits mit Instrumentals

„Es wird Twist getanzt!“


ABC-Auftrag aus Belgien

Chansons und Polkas

Teenager-Träume

„US-Top-Stars singen deutsch!“

Rock ’n’ Roll im Star-Club

„Dynagroove“ löst „Living Stereo“ ab


Neues Gütezeichen, neue Logos

Neue Interpreten, neue Hit-Lieferanten

Die Stones rollen an

„Schlagerkönige“ aus Nashville
Porträt Peter Baumberger

Mit deutschen Schlagerbändern nach Nashville

Neuzugang Kurt Richter

„Wahrhaft königlicher Klang“


Besuch von Warner Brothers

„Beat Club“ auf Platte und im Fernsehen

Seeburg, Seerose und Teldec-Jukebox-EPs

Neue Labels, neue Marken

Geringe Umsätze mit Klassik, gute Pop-Geschäfte

„Höllenspektakel“ und „Schreikrämpfe“


Maurice Rosengartens Opernwelt

10 Millionen Singles aus Nortorf

„Frühlingswirbel“ in der Bundesrepublik

Grund zum Feiern

Ende einer Ära


Stand der Technik in Nottorf

Boom-Zeit

Schlechte Erfahrungen mit den Stones


Die 70er Jahre

„Revolutionärer“ Flop für 100 Millionen D-Mark

Ein Todesfall und ein Wegfall

„Schnodderige Songs“

RCA geht neue Wege

Das Geschäft läuft nicht mehr rund

Jahre der Restauration

„Der Pop-Markt strukturiert sich um“


„Egerland grüßt Oberkrain“

Dunkle Wolken am Horizont

Die Teldec verliert RCA

Disco im Fernsehen, Disco auf Platten

Pech mit „Heidi“ und Les Humphries

Rolling Stones für die DDR

Abschied von Maffay

Ausstieg der Decca


Die 80er Jahre

Täglich 80 Tonnen Musik aus Nortorf

„Blue Ribbon Around The World“

DMM – bahnbrechende Erfindung der Teldec

Udo geht, Falco kommt

Der Anfang vom Ende

Porträt Heinz Borchard

Sparen, rationalisieren

„We are the MusicMakers“

Fehlstart mit DMM-CDs

„Unwürdiges Ende“



Voodoo-Verlag GbR

Rüdiger Bloemeke
Heinrich der Löwe Weg 4
21357 Barum–St. Dionys

Tel.: 04133/400 3998


info@voodoo-verlag.com
www.voodoo-verlag.com

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Zuletzt bearbeitet von Hardi am Mo Jul 09, 2018 3:26 pm, insgesamt einmal bearbeitet
Sa Jun 30, 2018 9:32 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Billy Bryan



Anmeldedatum: 08.10.2008
Beiträge: 33482
Wohnort: Berlin

Beitrag Antworten mit Zitat
Danke für den Inhalt, ich wollte es mir eigentlich auch bestellen. Aber jetzt sehe ich, das
mich viele Sachen nicht wirklich gross interessieren.

Gruss Billy
Sa Jun 30, 2018 10:08 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Heino Fritz



Anmeldedatum: 08.09.2006
Beiträge: 7584
Wohnort: Hannover

Beitrag Antworten mit Zitat
Hallo,

hier noch ein Beitrag zum Thema, damit es alle lesen:

Für vielen von uns Schlagerfreunden dürfte der Name des Hamburger Journalists und Autors Rüdiger Bloemeke schon ein Begriff sein. Mehrfach ist er mit seinen Veröffentlichungen bereits in die Unterhaltungsmusik und die Traumwelt des deutschen Schlagers eingetaucht. Zu erinnern ist an seine Buchausgaben „Roll Over Beethoven – Wie der Rock’n’Roll nach Deutschland kam“-1996, „La Paloma – Das Jahrhundert-Lied“-2005, „John Fogerty und das Drama Creedence Clearwater Revival“-2005 und „Live In Germany – Spurensuche im musikalischen Entwicklungsland“-2008.

Mit seinen illustren, informativen und teilweise „bissig satirischen“ Formulierungen zeichnete er verantwortlich für den Begleittext in den Booklets der bear family CD-Serie „Schlager im Spiegel der Zeit 1954-1959“ und führte uns vor Augen, wie es um die hiesige Schlagerwelt in den Nachkriegsjahren bestellt war.

Bereits in seiner ersten Veröffentlichung aus 1996 beschäftigte sich Bloemeke in einem Kapitel mit dem „Das Who‘s Who der Schallplattenlabel – Die 50er und 60er Jahre“: Was damals noch nicht abzusehen war, wurde zur Grundlage für weitere Veröffentlichungen über Schallplatten-Label. Als Co-Autor, zusammen mit Hartig, Schlieck und Weize, legte er 2014 ein Lexikon über das legendäre London-Label vor.

Und nun aktuell, interessant für alle Schallplatten Sammler, DIE TELDEC-Story! Rüdiger Bloemekes Chronik „Die TELDEC-STORY. Wie eine Plattenfirma unser Leben veränderte“ schildert die spannende Geschichte vom Aufstieg und Untergang der TELEFUNKEN-DECCA SCHALLPLATTEN GmbH und geht dabei auch auf die Interpreten des Labels ein, die mit ihren Schallplatten unser Hobby so spannend am Leben erhielt.

Übrigens …………
das Buch ist über 1000 Gramm schwer!!!!!

Gruß
Heino
Di Jul 10, 2018 9:09 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
John22



Anmeldedatum: 13.03.2011
Beiträge: 61

Beitrag Antworten mit Zitat
Bear Family Records hat bei Youtube ein kurzes Video eingestellt, wo jemand in dem Buch blättert:

https://www.youtube.com/watch?v=XlNl4eEBiWg

Wobei ich mich frage wie man alle Themen aus dem Inhaltsverzeichnis auf 284 Seiten unterbringt.
So Jul 29, 2018 10:58 am Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
chrisz78



Anmeldedatum: 18.07.2010
Beiträge: 411
Wohnort: Berlin

Beitrag Antworten mit Zitat
John22 hat Folgendes geschrieben:
Wobei ich mich frage wie man alle Themen aus dem Inhaltsverzeichnis auf 284 Seiten unterbringt.


Wie heißt das Zauberwort des modernen Journalismus? Richtig: OBERFLÄCHLICHKEIT !
So Jul 29, 2018 1:08 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Ruediger



Anmeldedatum: 17.05.2014
Beiträge: 674

Beitrag Ein Geschichtsbuch Antworten mit Zitat
Ich habe am Samstag das Buch (neben dem London Label Lexikon und der Doppel CD:
The John Blair Anthology) erhalten.
Das Buch ist kein Diskografie Buch obwohl es sehr viele Cover Abbildungen enthält.
Ich sehe es als eine - wie auf dem Cover angegeben - Chronik mit sehr vielen Dokumenten.
Textlich war für mich neu, dass die Teldec in den 1970iger Jahren 100 Millionen DM
für die Entwicklung der Bildplatte (10 Minuten Film neben Tonaufnahmen) in den Sand gesetzt hat.
Auch der Raumklang "Quadrophonie" wird in diesem Zusammenhang erwähnt.
Im Jahr 1970 haben die Beach Boys auf ihrer Sunflower LP zwei Aufnahmen
"Got To Know The Woman" und eine weitere, die mir gerade nicht einfällt, in Quadrophonie
veröffentlicht. Danach habe ich nie wieder etwas davon gehört und mich gefragt, was daraus
geworden ist. - Ein Flop -
Ich freue mich immer wieder, wenn in der Danksagung Namen erwähnt werden, die auch hier
im Forum aktiv schreiben und ihr Wissen teilen.
Natürlich hätte es mich gefreut, bei dem Abschnitt über HörZU Schallplatten auch das Cover
der meistverkauften LP der Beach Boys in Deutschland -nämlich Surf! Beat! Fun! zu sehen,
aber es ist eben nur ein kleiner Aspekt.
Ebenso werden sicherlich hier im Forum mehr Platten zu finden sein, die im Buch als
"US-Top-Stars singen deutsch" aufgelistet sind.
Bedauerlich finde ich jedoch, dass es weder in dem London Label Buch noch hier
ein Namensregister gibt.
Ansonsten gibt es sehr viele Fotos auch von den Menschen hinter den Kulissen,
eine Beschreibung der 9 Arbeitsschritte zur Plattenproduktion uvam.
Die 38 Euro für das Buch sind m.E. eine gute Investition, weil ich lange davon etwas haben werde
(ich gehöre zu der langsam aussterbenden Gattung Mensch, die auch noch gerne Gedrucktes liest).
Ich empfehle die Anschaffung.
Rüdiger
Mo Aug 20, 2018 7:48 am Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
John22



Anmeldedatum: 13.03.2011
Beiträge: 61

Beitrag Re: Ein Geschichtsbuch Antworten mit Zitat
Ruediger hat Folgendes geschrieben:
Textlich war für mich neu, dass die Teldec in den 1970iger Jahren 100 Millionen DM für die Entwicklung der Bildplatte (10 Minuten Film neben Tonaufnahmen) in den Sand gesetzt hat.


Ich war mitten drin in diesem Disaster und hatte das schon damals für Blödsinn gehalten. Eine Bildplatte für ein paar Minuten. Wer sollte sowas kaufen für was. Das war auch nichts für den gewerblichen und schulischen Bereich.

https://en.wikipedia.org/wiki/Television_Electronic_Disc

Auch das Tonbandkassetten-System DC-International, entwickelt von Grundig aus Verärgerung über Philips, wo man wegen der Mutter Telefunken dran beteiligt war, war ein Reinfall.

https://de.wikipedia.org/wiki/DC-International
Mo Aug 20, 2018 8:44 am Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
DieterM



Anmeldedatum: 06.03.2005
Beiträge: 25980

Beitrag Antworten mit Zitat
Zu Ruediger:
Im London-Label-Lexikon gibt es ab Seiten 212ff ein Namensverzeichnis,
welches eigentlich sehr gut ist und zu den Interpreten führt.
Mo Aug 20, 2018 1:31 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hardi



Anmeldedatum: 28.07.2006
Beiträge: 21123
Wohnort: Ocholt

Beitrag Die TELDEC-Story Antworten mit Zitat
Hallo Rüdiger,

Anfangs wurden die Hör Zu LP's von der Teldec und von der Electrola (später auch andere Label) heraus gebracht. Die Beach Boys gehören zu Electrola, haben mit dem Thema "Teldec" nichts zu tun.

Allerdings gibt es eine V.A. LP mit den Beatles (Electrola) und Elvis (Teldec) HZE 128 und später weitere "gemischte" V.A.-LP's von Hör Zu.

Hardi


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Mo Aug 20, 2018 3:13 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
chrisz78



Anmeldedatum: 18.07.2010
Beiträge: 411
Wohnort: Berlin

Beitrag Re: Ein Geschichtsbuch Antworten mit Zitat
John22 hat Folgendes geschrieben:
Eine Bildplatte für ein paar Minuten. Wer sollte sowas kaufen für was.


Nun ja, so ändern sich die Zeiten! Vierzig Jahre später ist YouTube voll von Millionen "ein paar Minuten" kurzer Videos, die teilweise viele Millionen mal angeschaut werden.... Als "Single mit Bild" hätte das ganze auch damals seinen Markt finden können. Bloß Teldec hatte halt in Deutschland das konkurrenzlos schwächste und biederste Repertoire (Drafi und Manuela waren 1975 ebenso passé wie Vico Torriani, Caterina Valente, Hildchen Knef und Ernst Mosch, und Jürgen Marcus allein zog den Hit-Karren auch nicht aus dem Dreck.....), und die amerikanischen Lizenz-Aufnahmen waren - Elvis zum Trotz - Mitte der 1970er eindeutig Minderheitenprogramm, erst recht unter dem finanzkräftigeren erwachsenen Publikum. Man sieht es beim aufmerksamen Single-Blättern auf dem Flohmarkt, wie wenige Teldec-Produkte da durchschnittlich sind im Vergleich zu Polydor, Philips, Ariola, und der EMI/Lindström-Gruppe!

Eine Zusammenarbeit mit den Fernsehanstalten einerseits (um vorhandenes Videomaterial zur Zweitverwertung anzuzapfen) und die Freigabe/Lizensierung des Formats für andere Plattenfirmen (um alle den Markt dominierenden Künstler anbieten zu können) wären für einen Erfolg ausschlaggebend gewesen. VHS hat sich wenig später zunächst ausschließlich deswegen verbreitet, weil der Kunde selbst aufnehmen konnte, ebenso wie bei der MC. Ein reines Abspielmedium steht und fällt mit einem attraktiven Angebot an "Software", und zumindest der einzige Teldec-Bildplatten-Prospekt, den ich mal gesehen habe, war armselig in dieser Hinsicht.
Mo Aug 20, 2018 4:09 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Ruediger



Anmeldedatum: 17.05.2014
Beiträge: 674

Beitrag Danke für die Hinweise Antworten mit Zitat
Bei dem London Label Buch waren wohl die letzten Seite noch so druckfrisch,
dass sie aneinander klebten! Aber ich habe sie doch "öffnen" können und die
Abbildungs- und Singles Register entdeckt!

Bei den HörZu Platten war mir nicht bekannt, dass dort streng nach Herkunft
(BBs ja eigentlich Capitol Records) getrennt worden ist. Nun weiß ich mehr...
Di Aug 21, 2018 7:49 am Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Wolfgang



Anmeldedatum: 07.01.2013
Beiträge: 586
Wohnort: Glückstadt

Beitrag Re: Ein Geschichtsbuch Antworten mit Zitat
John22 hat Folgendes geschrieben:


Auch das Tonbandkassetten-System DC-International, entwickelt von Grundig aus Verärgerung über Philips, wo man wegen der Mutter Telefunken dran beteiligt war, war ein Reinfall.


Leider hatte auch in diesem Fall das qualitativ bessere System den Wettkampf verloren.

Der entscheidende Vorteil der DC-Cassette bestand ja in der Verwendung dickerer Bänder. Aufgrund der etwas größeren Abmessungen des Cassettengehäuses konnte für die DC-60 ein Band verwendet werden, das dem damals üblichen Doppelspielband (für Spulengeräte) entsprach. Um ebenfalls 2x30 Minuten Spielzeit anbieten zu können, mußte beim Philips-System Tripleband verwendet werden, ein ziemlich dehnungsempfindliches Zeugs. Bei C-90 wird's noch schlimmer: Triple-Band bei DC, aber Vierfachband bei CC. Und in den C-120-Cassetten war bei DC Vierfachband, beim System Philips dagegen Sechsfachband... ein Graus für jeden Tonbandfreund... nur ein Sechstel der Dicke eines Studiobands...

Auch die etwas höhere Bandgeschwindigheit (5,08 statt 4,75 cm/sec) spricht für das DC-System.

Die Entwicklung zu einem HiFi-tauglichen Tonträger wäre mit DC-Cassetten wohl etwas einfacher vonstatten gegangen.

Gruß, Wolfgang

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You can't go far
without a guitar,
unless you`re Ringo Starr... Laughing
Sa Sep 01, 2018 11:09 am Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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