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Die Spotnicks Story

 
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Die Spotnicks Story
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bluschke
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Anmeldedatum: 28.02.2005
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Beitrag Die Spotnicks Story Antworten mit Zitat
Spotnicks HiStory Idea

Eigentlich sind skandinavische Popgruppen in der internationalen Musikszene nie mit durchschlagendem Erfolg in Erscheinung getreten, sieht man einmal von der ABBA-Hysterie ab. Dennoch gab es einige gute Formationen wie die früheren Hep-Stars, die Hootenanny Singers oder Savage Rose, aber sie waren mehr Insidern als der breiten Konsumentenschicht geläufig. Um so erstaunlicher ist es gewesen, daß es gerade einer Intrumentalband gelang, sich in Europa neben den Shadows und in Japan neben den Ventures zu behaupten - die Spotnicks aus Göteborg.

Die Spotnicks gehören neben den Ventures und den Shadows zu den bekantesten und erfolgreichsten Instrumentalformationen, die sich auch bis heute behaupten konnten. Wenn manche es auch nicht wahrhaben wollen, aber diese drei Gruppen haben von Anfang bewußt ihr eigenes Konzept und ihren spezifischen Sound gesucht und gefunden. Man kann also beileibe nicht davon reden, eine habe die andere zu kopieren versucht.

Das musikalische Rückrad der Spotnicks war von Anfang ihr Sologitarrist Bo Winberg, er bestimmte eindeutig das Geschehen innerhalb der Gruppe und ist auch verantwortlich für den eigentümlichen Spotnicks-Sound, auch früher „the legendary space-sound" genannt. In einem Interview mit Gerd Alzen, dem Memory-Meister der 'memory hits' vom DU, sagte Bo Winberg 1974, er habe fast alle Verstärker,Lautsprecher selbst und so gebaut, daß der Sound herauskam, den er haben wollte; und das war dann der erfolgreiche Spotnicks-Sound. Nun, Bo hatte sich im Laufe seiner Jugendjahre intensiv mit dem Gebiet der Radioelektronik beschäftigt. Er hatte angefangen mit Modellflugzeugen, ferngesteuerten natürlich. Dazu kam ein wenig Interesse am häuslichen Klavier und an der Gitarre. Bo Winberg verstand es, diese Dinge geschickt miteinander zu koppeln, und so war der Grundstein für seine Karriere gelegt.

Zwei weitere Faktoren sind bei der Spotnicksgeschichte von Bedeutung. Anfang der 50-Jahre war einamerikanischer Gitarrist durch seine besondere Spiel¬ und Aufnahmetechnik in den musikalischen Blickpunkt geraten und hatte die jungen Musiker begeistert: Les Paul. In den 40er-Jahren hatte Les Paul angefangen Aufnahmen in einer umgebauten Garage zu machen, mit präpariten Tonbandgeräten, selbstgebauten Trickmaschinen usw. Später entwickelte Les Paul sogar die erste Mehrspur-Tonbandmaschine, die es ihm erlaubte im Trick ein Ein-Mann-Orchester zu zaubern. Viele seiner Fans versuchten es ihm gleich zu tun, auch Bo Winberg. Der zweite Punkt ist, daß gerade in Schweden die amerikanischen Country und Westernmusik überaus populär war. Dieser Bereich gehört heute noch zum bevorzugten Repertoire der Spotnicks.

Der Start der Gruppe geht zurück in das Jahr 1957, als die Russen im Oktober jenes Jahres mit ihrem Spotnik die Ära der Weltraumfahrt einleiteten. Auf dem Musikmarkt war Elvis schon der King, mit „All Shook Up"; auch Guy Mitchels „Singing The Blues" und Paul Ankas "Diana" waren laufend aus den Musikboxen zu hören. Rock & Roll war bei den jungen Leuten `in' und bei der älteren Generation verpöhnt. Viele Jungen in Göteborg eiferten damals Elvis nach und man schaute immer wieder zur Seite, wie denn wohl der Konkurent singt. Und es fand ein Wettbewerb in dieser Stadt statt, gesucht wurde der `King Of Rock & Roll' von ganz Südschweden. Ein knapp 15 Jahre alter Junge machte da auch mit Björn Thelin, geboren am 11. Juni 1942 in Göteborg. Björn gewann und war für 1957 der Rock & Roll König seiner Heimatstadt. Dieser Erfolg spornte Björn an, doch auch eine eigene Gruppe ins Leben zu rufen. Er hatte gehört, daß es da jemanden gab, der sich gerade über ein Schlagzeug hermachte. Es war Ove Johansson, geboren am 30. März 1940, auch in Göteborg. Eines Abends stand Björn vor Oves Tür und fragte ihn, ob er nicht Lust und Laune habe, in seiner Gruppe zu spielen. Ove wollte und ging mit. Ein Freund Björns, Bo Starander, geboren am 11. März 1942, und Clas -Göran Nestor vervollständigten die Gruppe. Björn spielte die Sologitarre und sang - er hatte zuvor schon öfters mit Bo Starander, der sich später Bob Lander nennen sollte, im Duett gesungen, so übernahm Bob den Rhytmus und Clas-Göran den Bass, während Ove am Schlagzeug saß. Sie spielten natürlich Rock & Roll, besonders gerne aber die Aufnahmen von Gene Vincent. Und das gefiel auch Bo Winberg, geboren am 27. März 1940. Er hatte durch einen Schulfreund von Björns Gruppe gehört. Knapp ein Jahr später spielte Bo in der Gruppe mit. Gleichzeitig hörte Clas-Göran auf, woraufhin Björn den Bass übernahm und Bo die Soloparts spielte. Das sollte sich als glückliche Entscheidung erweisen. Außerdem übernahm Bob immer mehr die Gesangstitel. Diese Gruppe brauchte jetzt nur noch einen Namen, man nannte sich einfach 'The Frazers'.

Die Anfangszeit der Frazers war geprägt von Schwierigkeiten, die die Jungen nicht nur mit ihren Eltern hatten. So kam es vor, daß Bob zeitweise nichtmitspielen konnte, weil seine Eltern dagegen waren. Aber auch einen guten Elektrobass zu bekommen, war
sehr schwierig und kostete sehr viel Geld. Bo Winberg erzählt noch gerne voller Stolz, wie er damals eine normale Fendergitarre in eine Bassgitarre umbaute. Dazu wechselte er einfach den Saitenhalter aus und spannte vier Bassaiten ein. Gelegentlich experimentierte er auch mit den Gitarren selbst, indem er elektronische Bausteine noch zusätzlich in die Gitarrenkörper einbaute oder weitere Verbindungen zwischen den einzelnen Tonabnehmern schaffte. Wie er das aber im einzelnen machte, verrät er nicht; daß wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben. Denn letzten Endes beruht ja darauf auch der typische Spotnickssound.

Die Frazers spielten von nun an überall dort, wo sich die Teenager aufhielten. Es brachte ihnen zwar nicht viel Geld ein, weil die Zuhörer selbst kaum Geld hatten, aber es machte doch sehr viel Spaß. Schon kurze Zeit später waren sie lokal bekannt; sie bestachen durch technische Perfektion und musikalische Brillianz. Es folgten dann Auftritte in den berühmten Folketparks, und wer hier das Publikum gewann, hatte es dann in der Tat nicht mehr allzu schwer. Die Frazers wurden bald gefragt in Südschweden.

Ende der 50er Jahre hatten die Frazers auch `eine Art' Manager, der ihnen weitere Termine und vor allem auch den ersten Kontakt mit einer Plattenfirma verschaffte: Stig Andersson, später für die Gruppe ABBA tätig. Mit diesem Mann hatten sie allerdings keinen festen Vertrag gemacht, wodurch dann einiges nicht so lief, wie es sein sollte. Zudem war das persönliche Verhältnis zu Andersson nicht gerade gut. Trotzdem - die Plattenfirma wurde auf die Frazers aufmerksam.

Schon in dieser Zeit hatte Bo Winberg immer ein Tonbandgerät mit auf ihre Reisen genommen, um öfters ihre Songs aufzunehmen. Es war ein Tandbergmodell, eines der ersten Modelle, wie Bo einmal erzählte. Es sollte bald von großer Bedeutung sein, dieses Tonband.



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So Apr 16, 2006 2:22 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Billy Bryan



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hier eine Spotnicks-Story die in den 70's von Udo Steinacker geschrieben wurde



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Do März 26, 2009 1:00 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Billy Bryan



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LP-Pressungen in verschieden Ländern bis Mitte der 70's



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Do März 26, 2009 1:09 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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