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HELGA WILLE & DIE NICOLETS

 
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HELGA WILLE & DIE NICOLETS
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Heino Fritz



Anmeldedatum: 08.09.2006
Beiträge: 7628
Wohnort: Hannover

Beitrag HELGA WILLE & DIE NICOLETS Antworten mit Zitat
Hallo,

man nannte sie Refrain-Sängerinnen und Götz Alsmann"bezichtigte" sie einmal des deutschen Doo Wops.

Helga Wille war bereits seit den 30er Jahren solistische im Plattengeschäft. Ihre Schallplatten mit den Nicolets entstanden in der frühen Nachkriegszeit bei Polydor, u.a. mit Willy Schneider u. Helmut Zacharias mit seiner Streicher-Besetzung für Polydor 48316:
Fern Von Der Heimat (Far Away Places)
Einmal Spielt Die Geige (Cruising Down The River)

Gruß
Dietrich



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K800_Bild-227.JPG


Do Dez 06, 2012 8:53 pm Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Heino Fritz



Anmeldedatum: 08.09.2006
Beiträge: 7628
Wohnort: Hannover

Beitrag Antworten mit Zitat
Mein erster Artikel schlummert so vor sich hin. Ralf hat in mir Gedanken dazu geweckt:

WILLE, HELGA * 1913 in Berlin-Wilmersdorf, + 12.06.1992 (& die NICOLETS),
Sängerin-interpretiert mit ihrer unverwechselbaren Alt-Stimme in fünf Sprachen (u.a. "Schwarze Augen" in russischer Sprache), Vortragskünstlerin internationaler Klasse,

Tochter eines Sanitätsrates,
früh als 4 jährige Tanzunterricht,
ab 1919 in einer russischen Ballettschule (hier durfte nur französisch o. russisch gesprochen werden), Kinderrollen im Großen Berliner Schauspielhaus,
jüngste Ballettmeisterin der Ufa,
seit 1927-29 Schauspielerin an fast allen Theatern in Berlin,
ab 1929 in Italien u. in Paris als Tänzerin,

1938 lernt sie in Paris den Pianisten EBERHARD NICKEL kennen, mit dem sie später enger zusammenarbeiten sollte,
1938 in Mailand bei einem Orchester als Sängerin,
Ende 1938 Rückkehr nach Berlin u. Schallplatten-Probeaufnahmen bei Telefunken,

Schallplatten ab Februar 1939-43,
sie ist eine der ersten regelmäßig bei einer Schallplattenfirma eingesetzten Refrain-Sängerinnen,
März 1941 ("Peterle" & ALLAN-TERZETT-schon hier entschließt sie sich, später ein Gesangensemble zu gründen),
Aufnahmen mit ADALBERT LUTTER, R. A. DVOSKY u. HENK BRUYNS,
fremdsprachige Aufnahmen u. Cover-Interpretin bekannter Schlager,

nach Kriegsbeginn reist sie mit Pianist oder kleinem Orchester durch ganz Europa im Rahmen der Wehrmachtstourneen,
1941 u. 1943 bekommt sie zwei Kinder,
sie singt bevorzugt amerikanische Schlager,
1943 Auftritt in Zagreb,
1943 bekommt sie im Zuge der politischen Kriegswirren als Sängerin zunehmend Schwierigkeiten,

Anstellung am Berliner Rundfunk mit dem Ziel einer Gesangsquartett-Bildung im Stil der amerikanischen Andrews Sisters,
1945-51 HELGA WILLE und die NICOLETS,
zunächst ohne eigenen Namen, der wird dann von ihrem begleitenden Pianisten (EBERHARD NICKEL) in NICOLETS abgeleitet,
Oktober/November 1945 Rundfunkpremiere ("Der Lachende Funkturm") unter russischer Leitung in der Masurenallee,
Auftritte in amerikanischen u. englischen Clubs,
1947 Marineclub,
NWDR,
Matinée im Union-Theater/Tegel,
RIAS, Matinée Filmbühne Wien (Leitung: ERNST VERCH), Wintergarten (Leitung: ERNST VERCH), Matinée Berliner Sender (RBTO), Capitol in Leipzig,
Telefunken-Aufnahmen,
Sender Leipzig, Mercedes-Palast in Berlin, Matinée im Circus Busch, Capitol in Schwerin, Landessender Schwerin, Verpflichtungen in Hamburg, KadeKo ("Himmeldonnerwetter"), BFN, Winterhuder Fährhaus, Sender Bremen, Club Harmonie in Heidelberg, Sender Frankfurt, Metropol in Bonn, Aufnahmen in Baden-Baden, Sender Stuttgart, 1948 Georgs Palast in Hannover, KadeKo in Berlin, 1949 Uhlenspiegel in Hannover,
1949/50 Aufnahmen in Zürich für Decca (u.a. F 43121 "Küssen, Küssen, Küssen"/"Meine Kleine ’erz Macht Tick-Tack Für Die Liebe" & WERNER NEUMANN mit seinen Solisten),
ab 1946 Polydor, Aufnahmen im Kölner Funkhaus,

1960 Abschied vom Künstlerleben, fortan in einer Kölner Künstleragentur tätig,

als Tänzerin in den Stumm-Filmen "Peter Pan", "Die Biene Maja",
Einstudierung der Tanzszenen im Film "Heideschulmeister Uwe Karsten"-1954

WILLE, HELGA und die NICOLETS, Gesangtrio/-quartett im Harmonie-Stil der US-Andrews Sisters mit einer Entwicklung zu den "weiblichen Modenaires",

1945-51 (HELGA WILLE, KARIN von BÜLOW, GRETL RATAJZCAK), Pianist u. Arrangeur EBERHARD NICKEL,
Premiere 1945 in Berlin beim Rundfunk, Oktober/November 1945 erste Unterhaltungssendung im Berliner Rundfunk unter russischer Leitung ("Der Lachende Funkturm"),

KARIN von BÜLOW heiratet den Drummer eines englischen Orchesters u. scheidet aus,
1945 Umbesetzung (HELGA WILLE, GRETL RATAJZCAK, HENRIETTE (HENNY) KRAUSE u. GISELA HILDEBRAND, ab 1949 HELGA CORDES),

ab 1946 Polydor (u.a. "Mister Moneymaker"),
1947 KadeKo-Revue u. die Titelmelodie "Oh, Mr. Crosby" wird ihre Erkennungsmelodie,
Juli 1947 Titelbild auf der Illustrierten Zeitschrift für Musik, Film Theater-Freunde Melodie,

zusammen mit dem COMEDIEN-QUARTETT Backgroundgruppe bei diversen Schallplattenproduktionen, so z.B. auch bei Operetteneinspielungen (1952-5Cool, Funkbearbeitungen (u.a. "No, No Nanette"-1949, "Glückliche Reise"-1949, "Im Weißen Rössl"-1951) u. bei allen frühen Fernsehunterhaltungssendungen mit geringen Umbesetzungen-teilweise aus privaten tragischen Gründen hervorgerufen-besteht das Quartett bis 1951, gern wurden die 4 NICOLETS "die europäischen Andrews Sisters" genannt,

nach ihrer Auflösung 1951 formieren sich offiziell (nach juristischen Querelen) die RIGITHAS als Gesangtrio

Gruß
Dietrich



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Mi Aug 27, 2014 9:55 am Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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